In der Schweiz wachsen nach Expertenschätzungen über 300'000 Kinder und Jugendliche mit mindestens einem Elternteil auf, der psychisch erkrankt ist. Sie sind mit ihren Fragen, Ängsten und Sorgen in Bezug auf das ungewohnte Verhalten ihrer Mutter oder ihres Vaters meist alleine. Dabei wäre es so wichtig, dass sie Informationen und Unterstützung erhalten. Frühzeitige Erklärungen und Entlastung kann betroffene Kinder und Jugendliche davor schützen, selber krank zu werden.
Ermutigung für Betroffene
«Wenn Kinder erfahren, dass die Eltern eine Krankheit haben, für die sie selber keine Schuld tragen, können sie viel besser damit umgehen. Und das ist ganz wichtig für die psychische Gesundheit der Kinder.», erklärt Dr. Benjamin Dubno, Stv. Ärztlicher Direktor und Chefarzt Integrierte Psychiatrie Winterthur (ipw), in einem der sieben Kurzfilme des iks. Die Filme richten sich an betroffene Eltern, ihre Kinder sowie Fachpersonen aus Schule und Sozial- und Gesundheitswesen. «Psychische Erkrankungen sind leider immer noch mit Scham- und Schuldgefühlen behaftet. Darum zögern viele betroffene Eltern und ihre Kinder, über ihre schwierige Situation zu reden und sich Hilfe zu holen», weiss Alessandra Weber, Geschäftsleiterin des iks. «Die Filme geben kurz und prägnant einen Einblick in die verschiedensten Probleme betroffener Familien und sie sollen Mut machen, Hilfe zu holen, anzunehmen oder anzubieten.»
Ein Wunsch der Eltern und ihrer Kinder
Die sieben Filme ergänzen zwölf früher produzierte Kurzfilme des iks. In jenen werden die häufigsten psychischen Erkrankungen einfach verständlich erklärt und Einblicke geboten in die belastende Lebenssituation von Betroffenen. Auf Anregung von psychisch erkrankten Eltern und ihren jugendlichen Kindern, sind die neuen Kurzfilme entstanden - mit konkreten Tipps und Empfehlungen.
Die Filme sind auf dem Youtube-Kanal des
Instituts Kinderseele Schweiz verfügbar:
Auf der
Onlineplattform
Kontakt:
Alessandra Weber, Geschäftsleiterin iks
079 444 79 68





