Breit abgestützt von zwei Bundesämtern und einem Partnernetzwerk aus Wirtschaft, Wis senschaft und Umwelt, findet heute der erste nationale Home Office Day statt. Selbst Moritz Leuenberger wirbt für die Telearbeit und gibt zu, dass in diesem Bereich in der Schweiz Nachholbedarf besteht.
Die Vorteile sind vielseitig
Erst als riesige Aschewolken den gesamten europäischen Flugverkehr lahmlegten, wurde von der Arbeitswelt erkannt, wie wichtig ortsunabhängiges Arbeiten inzwischen geworden ist. Die Flexibilität, seinen Arbeitsort selber zu wählen, erhöht die Work-Life-Balance und vermindert laut Prof. Dr. Oliver Gassmann die Krankheits- bzw. Abwesenheitsraten der An gestellten. Ebenso positiv scheinen die Auswirkungen auf die Produktivität und Effizienz zu sein. Flexible Arbeitszeiten geben den Mitarbeitenden die Freiheit, sich dann besonders anspruchsvollen Aufgaben zu widmen, wenn die Produktivität am höchsten ist. Nicht nur Arbeitnehmende und Unternehmen können vom Home Office Day profitieren, sondern auch die Umwelt. Gassmann geht davon aus, dass rund 450'000 Personen in der Schweiz potenziell einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten könnten. Dadurch könnten wöchentlich rund 4,5 Millionen Autokilometer und 2,6 Millionen Personenkilometer beim öffentlichen Verkehr eingespart werden. Das entspricht jährlichen Einsparungen von 67'000 Tonnen CO2.
Eine sinnvolle Ergänzung zur Arbeit im Büro
Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei economiesuisse, sieht das Potenzial der Telearbeit. Er weist aber gleichzeitig auf deren Grenzen hin. Gerade in der Teamarbeit, wo der ständige Austausch zwischen den Mitarbeitenden gewährleistet sein muss, erfordere die Arbeit vom Home Office aus einen zusätzlichen Koordinationsaufwand. Telearbeit sei daher kein Ersatz traditioneller Arbeitsmethoden, sondern eine flankieren de und sinnvolle Ergänzung.



