von Raphael Dorigo
Der deutsche „Spiegel“ berichtete bereits nicht einmal eine Stunde nach dem Tod von Helmut Schmidt. Die Berichterstattung ist ausführlich, sehr neutral und faktenorientiert ausgefallen.
Mit einem kurzen Überblick zu Leben und Werk vermeldete der „Blick“ den Tod von Schmidt und bezeichnete ihn in typischem Boulevardpresse-Stil als „Kettenrauchendes Gewissen der Nation“. Das Thema Rauchen stand auch andernorts im Zentrum:
Mit Humor von der schwärzesten Sorte äussert sich das Satireblatt „Der Postillon“ zum Todesfall und gibt wieder einmal darüber zu reden, ob Satire alles darf.
Wesentlich würdiger der Nachruf in der New York Times: Er wird von den Amerikanern als „einer der beliebtesten Politiker Westdeutschlands“ beschrieben, der „attraktiv, geistreich und äusserst selbstbewusst“ gewesen sei.
Der arabische Nachrichtensender Al Jazeera verfasste ebenfalls eine Meldung über Schmidts Tod. Schmidt wird beschrieben als "Sozialdemokrat, der das Land durch einige seiner schwierigsten Phasen geführt hat". Sein Freund und Arzt wird zitiert, der gegenüber der "Bild"-Zeitung gesagt habe, Schmidt sei so gestorben, wie er es gewollt habe: "Zuhause, in seinem Bett und gänzlich ohne Schmerzen."
Auch in den sozialen Medien finden sich Würdigungen. Regierungssprecher Steffen Seibert zeigt heute Kanzlerin Angela Merkel beim Eintrag in das Kondolenzbuch.
Eine beliebte Form des Gedenkens ist das Posten von Zitaten des verstorbenen Kanzlers. Die deutsche tagesschau gibt sich in diesem Beispiel hier sehr selbstkritisch.
Manch einem ist die Flut an Reaktionen anscheinend etwas zu gross.
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