Wir Menschen sind in ungeahntem Mass ein Teil der Natur, denn wir sind Ökosysteme mit vielen Billionen Mikroben in uns. Sie bestimmen unseren Stoffwechsel und beeinflussen unsere Gesundheit, ja sogar unsere Launen. Wir können nicht genau sagen, wo der Mensch aufhört und das Mikrobiom anfängt. Wir sind verwoben, verstrickt.
In unserem Innern spiegelt sich das Aussen. So wie der Artenreichtum um uns herum zurückgeht, so schrumpft auch die Vielfalt in unserem Mikrobiom. Viele nützliche Mikroben im Darm kommen bei uns kaum oder gar nicht mehr vor. Es gibt neben der Umweltzerstörung also auch eine "Inwelt"-Zerstörung, von der Mikrobiologen einen Zusammenhang mit Zivilisationskrankheiten und Autoimmunerkrankungen vermuten.
In einer Welt, die verstrickt ist, müssen wir in viel grösseren Zusammenhängen denken, wenn wir Hunger, Krankheit und Umweltzerstörung gleichzeitig bekämpfen wollen. Die neue GDI-Studie entwirft drei Szenarien: "Stubborn Optimism", "Radical Regeneration" und "Hard Regulations" beschreiben, wie eine mögliche Zukunft des Ernährungssystems aussehen könnte.
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Alain Egli
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