Gerade im internationalen Verkehr spielen Nachtzüge eine Schlüsselrolle: Sie verbinden europäische Städte direkt, sparen Zeit und ersetzen CO2-intensive Kurz- und Mittelstreckenflüge. Wer ernsthaft Klimaschutz im Verkehr will, muss attraktive Alternativen zum Flugverkehr ermöglichen – und nicht das dafür notwendige Geld streichen.
Dennoch bestätigt der Nationalrat mit seinem Beschluss den vorgängigen Fehlentscheid des Ständerats. «Damit streicht das Parlament eine Massnahme, die es selber im Rahmen des CO2-Gesetzes beschlossen hatte», urteilt VCS- Geschäftsführerin Stéphanie Penher. Es gehe um die Förderung von Nachtzugverbindungen und anderer Angebote im grenzüberschreitenden Bahnverkehr, welche die Treibhausgasemissionen im Luftverkehr verminderten. «Die Eidg. Räte haben ohne Not Planungssicherheit zerstört. Die Nachtzug-Linie nach Skandinavien hätte nach vielen Jahren Unterbrechung nun wieder aufgenommen werden können. Stattdessen stehen Bahnreisende und die SBB vor einem Scherbenhaufen.»
Finden SBB noch einen Weg?
Der VCS appelliert an die SBB, die Machbarkeit der Kopenhagen–Malmö-Nachtlinie dennoch erneut zu prüfen. Der Billettverkauf, sowie einige Vorarbeiten und nötige Planungen sind bereits so weit gediehen, dass es höchst bedauerlich wäre, dieses Projekt nun aufzugeben.
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