Was ist okay im Umgang mit Menschen im Sport und was nicht? Bei solchen Fragen können Unsicherheiten entstehen. Ein zentrales Instrument zur Beantwortung solcher Fragen bietet der Swiss Olympic Ethik-Kompass. Dieser wurde Anfang 2024 im Rahmen des Projekts «Ethik im Schweizer Sport» vom Bundesamt für Sport BASPO und dem Dachverband des Schweizer Sports, Swiss Olympic, ins Leben gerufen, um Unsicherheiten im Sport zu reduzieren. Er dient als Orientierungshilfe für Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie der weiteren Akteure im Sport.
Upgrade des Ethik-Kompasses
Das Orientierungs-Tool für ethisches Handeln im Sport wurde nun entscheidend weiterentwickelt. Neu ist im Ethik-Kompass ein Chatbot integriert. So können alle im Sport tätigen Personen Situationen schildern, das neue KI-Tool unterstützt sie danach bei einer Ersteinschätzung der Situation – und bietet Hilfestellungen und Kontakte zu Anlaufstellen. Darüber hinaus wurde der Ethik-Kompass mit konkreten Inputs ergänzt, die zu mehr Rollenklarheit im Graubereich beitragen sollen. Der Ethik-Kompass kann in vier Sprachen auf der Webseite von Swiss Olympic aufgerufen werden.
Projekt «Ethik im Sport» fokussiert vermehrt auf Prävention
Nachdem in der ersten Phase des Projekts «Ethik im Schweizer Sport» die Intervention im Zentrum der Massnahmen stand – unter anderem mit der Einführung der unabhängigen Meldestelle Swiss Sport Integrity (SSI) – wird der Fokus nun vermehrt auf die Prävention gelegt.
Dabei startet auch eine neue Welle der 2021 von Swiss Olympic lancierten Präventionskampagne «Are you OK?». Die Kampagne bringt in einem positiven Grundton zum Ausdruck, welches Verhalten im Schweizer Sport gewünscht ist.
Das Projekt «Ethik im Schweizer Sport» wurde 2022 vom BASPO und Swiss Olympic lanciert und hat zum Ziel, die ethischen Grundsätze im Schweizer Sportsystem stärker und verbindlicher zu verankern und dadurch einen Kulturwandel herbeizuführen.
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