Weltweit gehen zwischen Feld und Teller ein Drittel aller Lebensmittel verloren. Auch in der Schweiz fallen jährlich zwei Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Die UNO und die FAO haben der Lebensmittelverschwendung in den letzten Jahren grosse Beachtung geschenkt. Es erstaunt deshalb nicht, dass der morgige Welt-Umwelttag sich ganz diesem Thema widmet. Für den WWF war dies Grund genug zu schauen, wo die Schweiz im europäischen Kontext steht.
Fazit: Während sich die EU als Ganzes und viele ihrer Mitgliedsländer konkrete Ziele zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung setzen, fehlen der Schweiz entsprechende Vorgaben. Hier einige konkrete Beispiele anderer europäischer Länder:
Europäische Kommission: 50% Reduktion des Food Waste bis 2020 Deutschland: 50% Reduktion bis 2020 Frankreich: 50% Reduktion bis 2025 Österreich: 20% Reduktion bis 2016 Norwegen: 25% Reduktion bis 2015 Niederlande: 20% Reduktion bis 2015
Andere Länder können bereits Resultate vorweisen: Grossbritannien hat durch die Umsetzung verschiedener Massnahmen bei den Haushalten bereits eine Food Waste-Reduktion um 13 Prozent erreicht.
Seitens der Produzenten (Überprüfung der Qualitätsnormen) und des Handels (Überprüfung der Ablaufdaten) gibt es in der Schweiz erste Ansätze, die Lebensmittelabfälle zu reduzieren. «Das ist erfreulich», sagt Jennifer Zimmermann, Projektleiterin Konsum beim WWF Schweiz. «Mit einer klaren Zielformulierung des Bundes könnte das derzeitige Momentum ausgenützt und den bestehenden Aktivitäten sowohl Schub als auch Legitimität verliehen werden.» Zum morgigen Welt-Umwelttag fordert der WWF Bundesrat und Parlament deshalb auf, anspruchsvolle Ziele zur Reduktion der Lebensmittelabfälle festzulegen sowie rasch Verhandlungen mit den relevanten Akteuren aufzunehmen – so wie dies andere europäische Länder bereits getan haben.
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