Um eine frühere Markteinführung zu ermöglichen, werde Apple die Anzahl der am Auto arbeitenden Personen stark erhöhen, schreibt das Wall Street Journal:
„Das grüne Licht wurde gegeben, nachdem das Unternehmen während mehr als einem Jahr darüber nachsinniert hat, ob ein Auto der Marke Apple machbar wäre. Es gab Meetings mit zwei Gruppen von Regierungsvertretern in Kalifornien. Die Leiter des Projektes mit dem Codenamen Titan hätten die Erlaubnis erhalten, das 600- köpfige Team um das Dreifache zu vergrössern, sagten Eingeweihte.“
Apple hat in letzter Zeit im grossen Stil Leute für sein Projekt angeheuert und Angestellte von Unternehmen wie Ford, General Motors, Tesla, Volkswagen und anderen abgeworben. Viele der kürzlich Engagierten sind Experten im Gebiet von Telematik und selbstfahrenden Fahrzeugsystemen.
Der BMW i3, den Apple als Basis für das Apple-Auto in Betracht gezogen haben soll
Obwohl es scheint, als würde Apple sich im Projekt auch mit selbstfahrenden Fahrzeugen auseinandersetzen, gehen die Quellen des Wall Street Journal nicht davon aus, dass das erste Apple-Auto fahrerlos sein wird. Mit selbstfahrenden Fahrzeugen sei erst später zu rechnen.
Es gab noch andere Hinweise darauf, dass die Arbeit am Autoprojekt intensiviert wurde. Im Mai begann Apple, sich nach abgesicherten Einrichtungen im Bay Area nahe San Francisco umzusehen, wo Prototypen getestet werden könnten. Apple- Vertreter sollen sich mit Vertretern der GoMentum Station getroffen haben, einer abgesicherten Testeinrichtung für telematisch verbundene und selbstfahrende Fahrzeuge. Apple hat sich zudem mit der kalifornischen Strassenverkehrsbehörde DMV getroffen, um über die Regelungen zu selbstfahrenden Fahrzeugen zu sprechen.
Es bleibt unklar, ob Apple seinen „Apple Car“ von Grund auf selbst bauen oder sich mit einem Autohersteller zusammentun wird. Gerüchten zufolge hat Apple mit BMW über eine mögliche Zusammenarbeit beraten, die den BMW i3 als Basis für das Apple-Auto vorgesehen hätte – angeblich sind sich die Parteien aber nicht einig geworden.
Das Wall Street Journal weist darauf hin, dass 2019 möglicherweise nicht das Jahr der tatsächlichen Markteinführung des Autos werden wird, sondern nur das Jahr, in dem die Ingenieure die wichtigsten Eigenschaften des Produktes ankündigen. Bei der Grösse des Projekts seien zudem Verschiebungen möglich; „Eingeweihte“ seien skeptisch, ob 2019 als Erscheinungsjahr realistisch sei.
In einem Interview mit Talkshowmoderator Stephen Colbert letzte Woche wurde Apple-CEO Tim Cook zum Autoprojekt befragt. Wie zu erwarten war, hielt er sich bedeckt: „Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Dingen, und auf einige davon konzentrieren wir uns besonders“, sagte er.
Übersetzt von Raphael Dorigo / Originaltext unter www.macrumors.com
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