Emmi: Solides Ergebnis trotz turbulentem Umfeld

31.08.2011 | 09:07 Uhr | Emmi AG

Uhr Lesedauer: 5 Minuten


31.08.2011, Emmi erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2011 einen um 2,7 % höheren Nettoumsatz. Er belief sich auf CHF 1'310,1 Millionen (Vorjahr CHF 1’275.2 Millionen). Sowohl im In- als auch im Ausland konnte der Umsatz im geplanten Rahmen gesteigert werden. Der Betriebserfolg vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 6,0 % auf CHF 57,0 Millionen zurück, der Reingewinn um 11,6 % auf CHF 35,2 Millionen. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 4,4 % (Vorjahr 4,8 %) und eine Reingewinnmarge von 2,7 % (Vorjahr 3,1 %). Dies ist das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte von Emmi – ein angesichts des Währungsumfeldes gutes Resultat. Für 2011 sind das avisierte Umsatzwachstum von insgesamt 2 bis 3 % und ein EBIT von CHF 120 bis 130 Millionen weiterhin realistisch. Das Zielband für die Reingewinnmarge wird auf 2,5 bis 3,0 % ausgeweitet.

Die Verwerfungen an den Devisenmärkten haben exportierende Schweizer Unternehmen in den letzten Monaten vor grosse Herausforderungen gestellt. Das kontinuierliche Erstarken des Schweizer Frankens, insbesondere gegenüber dem Euro und dem US-Dollar, hat den Export von Schweizer Produkten auch im Nahrungsmittelbereich zunehmend erschwert und den Importdruck erhöht. Emmi blieb von diesen Entwicklungen nicht verschont, schloss das erste Halbjahr 2011 aber dennoch mit einem guten Ergebnis ab.

Umsatzentwicklung auf Kurs
Emmi steigerte den Nettoumsatz um 2,7 %, von CHF 1'275,2 Millionen auf CHF 1'310,1 Millionen. Die Schweiz legte um 1,2 % auf CHF 943,7 Millionen zu (Vorjahr CHF 932,2 Mio.), während sich das internationale Geschäft um 6,8 % auf CHF 366,4 Millionen (Vorjahr CHF 343,0 Mio.) verbesserte. Organisch, das heisst bereinigt um Akquisitions- und Fremdwährungseffekte, betrug der Zuwachs 0,7% (Konzern), respektive -0,3% (Schweiz) und 3,4 % (International). Die Nettoumsätze entsprechen den Vorgaben, die sich das Unternehmen Anfang Jahr gesetzt hat.

Dazu Urs Riedener, CEO von Emmi: „Die Position von Emmi im Heimmarkt Schweiz ist stark geblieben. Gleichzeitig haben sich die Akquisitionen der letzten Jahre günstig auf unser Auslandgeschäft ausgewirkt. Beides trug dazu bei, dass wir trotz der Währungsturbulenzen ein sehr ansprechendes Resultat erzielt haben. “

Gute Umsatzqualität
Der Nettoumsatz wurde durch verschiedene Faktoren positiv beeinflusst. In der Schweiz trugen Emmi Caffè Latte, die unter der Emmi Dachmarke neu lancierten Produkte Milk Shake und Mozzarella Mini Marinati sowie die 2010 akquirierte Fromalp zum guten Ergebnis bei. Auch die im Ausland getätigten Zukäufe entwickelten sich erfreulich: Umsatz und Ertrag der Jogurtmarke Onken lagen in ihrem wichtigsten Markt Grossbritannien über Plan. Ebenfalls gute Zuwächse verzeichneten der kalifornische Ziegenkäse-Hersteller Cypress Grove Chèvre und die unter der Marke Trentina (früher Trentinalatte) in Italien vertriebenen Produkte. Zufrieden sind wir auch mit dem lokal produzierten Käse von Emmi Roth USA, während die aus der Schweiz exportierten Käse – mit Ausnahme von KALTBACH – unter Druck standen.

Starke Marktposition in der Schweiz gehalten
Trotz hohem Importdruck konnte sich Emmi in der Schweiz erfolgreich behaupten. Der Nettoumsatz stieg um 1,2 % auf CHF 943,7 Millionen. Die einzelnen Produktgruppen – mit Ausnahme von Pulver/Konzentraten – verzeichneten stabile oder wachsende Umsätze. Umsatzeinbussen waren besonders bei generischen Produkten im unteren Preissegment zu sehen, wo der starke Franken zu Gunsten der Importeure spielte. Der Anteil des Schweizer Geschäfts beträgt 72 %.

Lokale Produktion stützt internationalen Umsatz
Das internationale Geschäft hat sich mit einem Plus von 6,8 % auf CHF 366,4 Millionen ansprechend entwickelt. Bei stabilen Wechselkursen hätte das Wachstum sogar fast 20 % betragen.

Die Erträge von Emmi im Ausland kamen unter Druck, da die Währungsabwertung sehr rasch erfolgte und Preisanpassungen im Detailhandel nur zeitverzögert realisiert werden konnten. Zudem stiess die Preiselastizität der Nachfrage im ersten Halbjahr 2011 an ihre Grenzen, so dass Emmi in gewissen Märkten auf Kundenumsätze verzichtete, um die Ertragsqualität des Unternehmens nicht zu gefährden.

Der Anteil des internationalen Geschäfts von Emmi beläuft sich auf 28 % des Gesamtumsatzes. Davon stammen gut 50 % von aus der Schweiz exportierten Produkten und 50 % von lokal hergestellten Produkten. Letztere halfen, die massiven Währungsnachteile deutlich zu mildern.

Solider Gewinn trotz Währungsnachteilen
Der Bruttogewinn aus Betriebstätigkeit stieg im ersten Halbjahr 2011 um 3,6 % auf CHF 436,7 Millionen (Vorjahr CHF 421,5 Mio.). Diese Verbesserung ist das Ergebnis einer Sortimentsoptimierung hin zu Produkten mit höherer Wertschöpfung und der Eliminierung von Produkten mit geringem Umsatzpotenzial. Sie unterstreicht die Strategie von Emmi, Umsatz nicht um jeden Preis und auf Kosten der Profitabilität zu erzielen. Die Bruttogewinnmarge stieg auf 33,3 % (Vorjahr: 33,1 %).

Akquisitionsbedingt und aufgrund höherer Beschaffungspreise (z. B. für Energie) erhöhte sich der Betriebsaufwand um 5,6 % auf CHF 336,4 Millionen (Vorjahr CHF 318,6 Mio.). Gewichtigster Posten war mit CHF 172,5 Millionen der Personalaufwand, welcher um 6,7 % (Vorjahr CHF 161,7 Mio.) zunahm. Der Vermarktungsaufwand ging auf CHF 51,5 Millionen (Vorjahr CHF 55,6 Mio.) zurück, wohingegen der übrige Betriebsaufwand als Folge des Strukturaufbaus in kürzlich akquirierten Unternehmen um 4,5 % auf CHF 163,8 Millionen (Vorjahr CHF 156,9 Mio.) zulegte.

Der Betriebserfolg vor Zinsen, Steuerung und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich um 3,1 % auf CHF 101,0 Millionen (Vorjahr CHF 104,2 Mio.) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 6,0 % auf CHF 57,0 Millionen (Vorjahr CHF 60,7 Mio.).

Durch die starke Abschwächung von Euro und US-Dollar entsprach das Finanzergebnis mit CHF -8,6 Millionen dem Vorjahreswert. Für das erste Halbjahr 2011 resultierte ein Reingewinn, der mit CHF 35,2 Millionen (Vorjahr CHF 39,9 Mio.) um 11,6 % tiefer war als im Vorjahr, aber trotzdem das zweitbeste Resultat in der Geschichte von Emmi darstellt. Die Reingewinnmarge belief sich entsprechend auf 2,7 % (Vorjahr 3,1 %).


Medienkontakt:
Emmi Schweiz AG Habsburgerstrasse 12 6002 Luzern Esther Gerster Leiterin Konzernkommunikation & Investor Relations Tel. 041 227 27 86 Fax 041 227 26 37 esther.gerster@emmi.ch


Vollständiger Artikel auf Emmi

--- ENDE Pressemitteilung Emmi: Solides Ergebnis trotz turbulentem Umfeld ---



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Über Emmi AG:

Emmi ist die führende Herstellerin von hochwertigen Milchprodukten in der Schweiz. Ihre Wurzeln reichen bis 1907 zurück, als sie durch milchbäuerliche Genossenschaften in der Region Luzern gegründet wurde. Mit einer klar ausgerichteten Strategie, innovativen Produkten und über die Schweiz hinaus etablierten Markenkonzepten wie Emmi Caffè Latte oder Kaltbach Käse hat sich Emmi zu einer international tätigen, börsennotierten Unternehmensgruppe (EMMN) mit einer starken lokalen Präsenz in 15 Ländern entwickelt.

Das Geschäftsmodell von Emmi basiert traditionell auf einem sorgsamen Umgang mit Natur, Tier und Mensch. So schafft Emmi die besten Milchmomente heute und für kommende Generationen und leistet auch in ländlichen Regionen einen Beitrag zur Wertschöpfung. Seine Qualitätsprodukte vertreibt das Unternehmen in rund 60 Ländern und stellt diese an 72 eigenen Produktionsstandorten in 13 Ländern her. Mit rund 12'000 Mitarbeitenden, von denen rund 75 % ausserhalb der Schweiz tätig sind, erwirtschaftete die Emmi Gruppe 2024 einen Umsatz von CHF 4.3 Milliarden.


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  Emmi AG (Firmenporträt)




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