Elektromobilität: Schweiz gehört zu den entwickelten Märkten

17.06.2026 | 14:12 Uhr | Ayvens Switzerland AG

Uhr Lesedauer: 5 Minuten


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17.06.2026, Zürich - Ayvens veröffentlicht seinen European Mobility Guide 2026, eine jährlich erscheinende, länderbezogene Analyse zum Stand der Elektrifizierung. Die Schweiz zählt zu den “entwickelten” Ländern, hat jedoch - verglichen mit den top platzierten skandinavischen Ländern Nachholbedarf bei den Kosten und den Steuervorteilen.

Die Methodik bzw. die Analyse misst und vergleicht anhand von fünf zentralen Kategorien die EV- Reife eines Landes:

  • Verbreitung von Elektrofahrzeugen (EV-Adoption),

  • Ladeinfrastruktur,

  • Besteuerung und Regulierung,

  • Gesamtkosten über die Nutzungsdauer (TCO) von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) im Vergleich zu Verbrennern (ICE) sowie

  • die Nachhaltigkeit des Strommixes.

Auf Basis dieser Bewertung werden die europäischen Länder in drei Reifegrade für Elektromobilität eingeteilt: „Entwickelt“, „Im Wandel“ und „Im Entstehen“.

Wichtige länderübergreifende Erkenntnisse aus der Ausgabe 2026:

  • Steuerliche Anreize sind mittlerweile der stärkste Treiber für Entscheidungen zur Flottenelektrifizierung in Europa;

  • Norwegen, die Niederlande und Belgien bleiben die ausgereiftesten Märkte für Elektrofahrzeuge. Die südeuropäischen Länder machen langsamere Fortschritte;

  • Die Ladeinfrastruktur bleibt das grösste Hindernis in Osteuropa;

  • Die Gesamtbetriebskosten sprechen mittlerweile für eine wachsende Zahl von Flottensegmenten für Elektrofahrzeuge.

Die Schweiz zählt zu den “entwickelten” Märkten

Mit einem EV-Reifegrad von 61 von 100 zählt die Schweiz zu den „entwickelten“ Märkten Europas. Besonders stark schneidet das Land bei der Verbreitung von Elektrofahrzeugen, der Ladeinfrastruktur und der Nachhaltigkeit des Strommixes ab: Die Zahl der Ladestationen stieg im vergangenen Jahr auf 8’877 (+843 gegenüber 2024), was 1,9 Ladestationen pro 1’000 Einwohner entspricht. Gleichzeitig nahm der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge um 8 Prozent zu, jener von Plug-in-Hybriden sogar um 29 Prozent. Zu den beliebtesten BEV-Modellen zählen der Tesla Model Y sowie der Skoda Elroq und der Skoda Enyaq.

Im Mittelfeld liegt die Schweiz dagegen bei Besteuerung und Regulierung sowie bei den Gesamtbetriebskosten im Vergleich zu Verbrennern. Batterieelektrische Fahrzeuge bieten derzeit lediglich einen minimalen Kostenvorteil gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (CHF 0.41/km gegenüber CHF 0.44/km). Bei der Besteuerung sind besonders die kantonalen Unterschiede zu den Erleichterungen und Fördermassnahmen unübersichtlich, jedoch belohnen fast alle Kantone die Anschaffung eines BEV mit Steuervergünstigungen.

Die EV-Reife in Europa ist nach wie vor uneinheitlich

Nord- und Westeuropa sind weiterhin führend bei der Umstellung. Norwegen (93/100) sticht erneut als fortschrittlichster EV-Markt hervor, gefolgt von Belgien (78/100) und den Niederlanden (74/100). Diese Länder profitieren von günstigen steuerlichen Rahmenbedingungen, ausgereiften Ladenetzen und einer günstigen Wirtschaftlichkeit von BEVs.

Im Gegensatz dazu schreiten die Märkte in Süd- und Osteuropa, wie Italien (54/100) und Spanien (53/100), langsamer voran, was auf Unterschiede bei den steuerlichen Rahmenbedingungen, der Ladeinfrastruktur und der Akzeptanz bei den Verbrauchern zurückzuführen ist. Während einige Länder in die Kategorie „Im Wandel“ aufgestiegen sind, wie beispielsweise Slowenien (46/100), oder die Lücke zur Kategorie „Ausgereift“ schliessen, wie Irland (59/100), bleibt die Elektrifizierung für viele Märkte ein mittelfristiges Ziel.

Die Besteuerung ist zu einem strategischen Faktor bei Flottenentscheidungen geworden

In ganz Europa markierten die Jahre 2025 und 2026 einen Wendepunkt, da die Regierungen von pauschalen Subventionen für Elektrofahrzeuge zu gezielteren, langfristigen steuerlichen Mechanismen übergingen. In vielen Ländern werden Anreize für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybride schrittweise abgeschafft, während die Strafen für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoss verschärft werden.

Infolgedessen müssen Flottenmanager ihre Fahrzeugauswahl zunehmend an sich ändernde nationale Steuerregelungen, Regelungen zu geldwerten Vorteilen und regulatorische Entwicklungen anpassen.

BEVs sind mittlerweile in den meisten westeuropäischen Märkten kostengünstiger

Dieser Leitfaden zeigt, dass BEVs in den meisten nord- und westeuropäischen Ländern dank verbesserter steuerlicher Vorteile und niedrigerer Gesamtbetriebskosten kostengünstiger sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Portugal erweist sich hinsichtlich der Kosten pro Kilometer als einer der wettbewerbsfähigsten BEV-Märkte. In einigen Teilen Osteuropas bleibt die Wettbewerbsfähigkeit der Gesamtbetriebskosten jedoch eine Herausforderung, da Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor dort nach wie vor von niedrigeren Anschaffungs- und Betriebskosten profitieren.

Die Ladeinfrastruktur wächst weiter – doch das Vertrauen ist nach wie vor uneinheitlich

Die öffentliche Ladeinfrastruktur hat in ganz Europa rasch zugenommen, sodass bis Ende 2025 mehr als 1,2 Millionen öffentliche Ladepunkte eingerichtet wurden. Dennoch variieren die Dichte und Zugänglichkeit der Infrastruktur nach wie vor erheblich von Land zu Land, was zu unterschiedlichen Einführungsgeschwindigkeiten und anhaltender Reichweitenangst bei den Fahrern beiträgt.

“Für Schweizer Flotten ist der Umstieg auf Elektrofahrzeuge heute technologisch und infrastrukturell kein Experiment mehr, sondern ein realer Business Case. Unser Mobility Guide zeigt aber auch: Wer im europäischen Vergleich vorne mitspielen will, braucht neben einem ausgereiften Marktumfeld noch attraktivere steuerliche Rahmenbedingungen und Kostenvorteile bei BEVs», sagt Antonio Arcaro, Commercial Director von Ayvens Switzerland.

Hinweise für Redaktionen:

  • Die 30 im European Mobility Guide berücksichtigten Länder sind: Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, Spanien, die Slowakei, Slowenien, Schweden, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Ukraine.

  • In der diesjährigen Ausgabe wurde die Methodik zur Bewertung der EV-Reife der Länder verfeinert. Da die Elektrifizierung sich vom Trend zur Mainstream-Realität entwickelt hat, wurden bestimmte KPIs, wie beispielsweise die Fahrzeugverfügbarkeit, entfernt, da Elektrofahrzeuge mittlerweile in ganz Europa weit verbreitet sind. Siehe Begründung zur Bewertung auf Seite 8 des Leitfadens.

  • Die Gesamtbetriebskosten (TCO) von BEVs sind in Europa in 14 Ländern wettbewerbsfähiger als die von Verbrennungsmotoren (13 Länder im Mobilitätsleitfaden 2024 – gleicher Umfang). Wir stellten ab 2025 in fast allen westlichen EU-Märkten einen allgemeinen Abwärtstrend bei den BEV- Gesamtbetriebskosten fest, während die meisten Länder keine staatlichen Subventionen mehr gewähren.

Pressekontakt

Diana Hagen

Head of Marketing & Communications

+41 58 272 32 56 / diana.hagen@ayvens.com



--- ENDE Pressemitteilung Elektromobilität: Schweiz gehört zu den entwickelten Märkten ---



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Von der Elektrifizierung bis hin zur Digitalisierung – globale Megatrends verändern die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen. Neue Dienstleistungen und Marktteilnehmer verändern den Mobilitätssektor. Es findet ein Wandel statt: Immer mehr Menschen bevorzugen, ein Fahrzeug zu nutzen, anstatt es zu besitzen. Das eröffnet spannende Wachstumschancen für ambitionierte Akteure wie uns.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
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  Ayvens Switzerland AG (Firmenporträt)




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