28.05.2009 | 16:44 Uhr
| Economiesuisse
Lesedauer: 2 Minuten
28.05.2009, Das bestehende Trassenpreissystem benachteiligt den Schienengüterverkehr. Vorstösse im
Parlament wollen dem ein Ende setzen. Nun stellt das Bundesamt für Verkehr (BAV) höhere
Trassenpreise in Aussicht und schlägt damit einen Weg ein, der den Güterverkehr noch
schlechter stellen würde.
Zurzeit sind die Trassenpreise für den Güterverkehr in der Schweiz zu hoch und betragen rund das Dreifache des Tarifs der umliegenden Länder. Dadurch ist der Schienengüterverkehr nur dank hohen Abgeltungen zulasten der Steuerzahler wettbewerbsfähig. Ferner setzt das bestehende Trassensystem keinen Anreiz für eine optimale Auslastung der Infrastruktur. Dazu kommt, dass die - im Vergleich zum Personenverkehr - geringe Priorität des Güterverkehrs auf dem Eisenbahnnetz nicht durch Preisnachlässe kompensiert wird, wie das im Ausland der Fall ist. Deshalb fordert economiesuisse schon seit mehreren Jahren eine Reform der Trassenpreise, um die At traktivität und die Kapazität des Gütertransports auf der Schiene zu erhöhen.
Obwohl in den letzten Jahren bereits unzählige Massnahmen zur Verkehrsverlagerung beschlossen wurden (hohe Infrastrukturinvestitionen sowie stetig steigende Abgaben zulas ten des Strassengütertransports), kommt die geforderte Trassenpreisreform im Interesse des Güterverkehrs nicht voran. Auch der letzte Vorschlag des BAV – im Rahmen einer Teilrevision der Eisenbahnnetzzugangsverordnung – löst die bestehenden Probleme nicht. Im Gegenteil, anstelle von attraktiveren Rahmenbedingungen wurde eine massive Erhöhung der Trassenpreise vorgeschlagen. economiesuisse lehnt diesen Vorschlag entschieden ab und fordert eine grundlegende Trassenpreisrevision im Sinne der Motionen Büttiker (08.3545), Rime (08.3596), und Pedrina (07.3272).
Vollständiger Artikel auf economiesuisse
--- ENDE Pressemitteilung economiesuisse: Projekt des BAV schadet dem Schienengüterverkehr ---
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Über Economiesuisse:
Economiesuisse vertritt die Interessen der Wirtschaft im politischen Prozess und setzt sich für optimale Rahmenbedingungen ein. Zu unseren Mitgliedern zählen100 Branchenverbände, 20 kantonale Handelskammern sowie einige Einzelunternehmen.
Insgesamt vertreten wir 100'000 Schweizer Unternehmen aus allen Branchen mit insgesamt 2 Millionen Arbeitsplätzen in der Schweiz. KMU und Grossunternehmen, export- und binnenmarktorientierte Betriebe: Im Dachverband economiesuisse sind sie alle vereint.
Economiesuisse pflegt in der Schweiz enge und regelmässige Kontakte zu Regierung, Verwaltung und Parlament. Es ist unsere Aufgabe, die für die Wirtschaft wichtigen politi schen Themen frühzeitig zu erkennen und uns durch intensives Lobbying auf allen Stu fen des Gesetzgebungsprozesses zu engagieren. Dies geschieht durch Einsitznahme in Expertengruppen, Vorbereitung von Erlassen, Teilnahme an Vernehmlassungen, laufen de Beobachtung der Entscheide von Bundesrat und Parlament sowie der Beteiligung an Volksabstimmungen.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
Weiterführende Informationen: