11.08.2009, Eine Studie des „gfs.bern“ zeigt, dass die Bevölkerung weiterhin eine solide postalische Grundversorgung wünscht. Für economiesuisse ist diese Forderung mit der Marktöffnung vereinbar.
economiesuisse sieht sich in vielen Punkten der heute vom gfs.bern veröffentlichten Studie über die Haltung der Bevölkerung zur anstehenden Revision der Postgesetzgebung bestätigt. Die Beibehaltung einer preiswerten Grundversorgung im ganzen Land war immer eine Forderung der Wirtschaft. In der Schweiz erweist sich die Grundversorgung als ein lukratives Geschäft. Im Jahr 2008 erzielte die schweizerische Post im Universaldienstbereich einen Überschuss von 857 Mio. Franken. Unter diesen Umständen ist der, von der Post geforderte, Erklärungsbedarf zur Finanzierung der Grundversorgung fehl am Platz. Die dazu vorgeschlagene Ausweitung der Finanzdienstleistungen findet zudem in der Bevölkerung keine einhellige Unterstützung.
Bisherige Erfahrungen im Ausland zeigen, dass die vollständige Marktöffnung die Grundver sorgung nicht gefährdet. Zwar steht die Bevölkerung einer Marktöffnung kritisch gegenüber. Dies steht jedoch im Gegensatz zu den guten Erfahrungen mit den bisherigen Öffnungsschritten, insbesondere im vollkommen geöffneten Paketmarkt, wo die Kundenzufriedenheit in den letzten Jahren spürbar gestiegen ist.
Für die Wirtschaft, die ca. 85 Prozent des Briefgeschäfts der schweizerischen Post generiert, ist es von zentraler Bedeutung, dass sich auch im Briefgeschäft alternative Anbieter etablieren können. Bleibt diese Forderung unberücksichtigt, ist die geplante Gesetzesrevision nur von geringem Nutzen.



