10.06.2008, Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist eine der bedeutendsten Branchen der Schweiz. Direkt oder indirekt verdienen in der Schweiz über 200‘000 Personen ihren Lebensunterhalt durch die Branche. Auch die Wertschöpfung ist überdurchschnittlich hoch.
Die Enge des Schweizer Marktes und der Mangel an Rohstoffen veranlassten die Industrie bereits früh, ihre Tätigkeiten auf die Herstellung und den weltweiten Verkauf von spezialisierten Chemikalien auszurichten. Um auf den internationalen Märkten bestehen zu können, ist fortlaufende Innovation zentral. Entsprechend hoch ist die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Weltweit haben die Unternehmen 2007 mehr als 20 Milliarden Franken in Forschung investiert. Davon entfiel etwa ein Drittel auf die Schweiz.
2007 arbeiteten rund 70‘000 Personen bei einem Chemie- oder Pharmaunternehmen in der Schweiz. Die Branche erwirtschaftete 2007 bei Exporten von 68,8 Milliarden einen Aussen handelsüberschuss von nahezu 28 Milliarden Franken. Dies ist der höchste Exportüberschuss aller Wirtschaftszweige. Die Wertschöpfung beträgt 270‘000 Franken pro Erwerbstätigen und ist damit mehr als doppelt so gross wie der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt.
Um den Spitzenplatz im weltweiten Wettbewerb behaupten zu können, sind die Schweizer Chemie- und Pharmaunternehmen auf wirtschafts- und innovationsfreundliche Rahmenbe dingungen angewiesen. Das Vordringen in neue Wissensgebiete und das Erforschen neuer Technologien darf nicht unnötig verzögert oder gar verhindert werden. Schliesslich braucht es stabile und offene aussenwirtschaftliche Beziehungen zu unseren Handelspartnern. Speziell erwähnt seien die bewährten bilateralen Verträge mit der EU, die Stärkung der WTO und der Abschluss von bilateralen Freihandelsabkommen mit aussereuropäischen Nationen.



