Das Point Zero Forum in Zürich beschäftigt sich mit der Zukunft der globalen Finanzwelt aus europäischer Sicht

20.05.2026 | von Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF

Uhr Lesedauer: 4 Minuten


20.05.2026, Wie Stablecoins, KI und Quantentechnologien einen globalen Wettlauf um die Kontrolle über die Finanzwelt auslösen.


Eine neue Finanzordnung nimmt Gestalt an. Technologien, die sich einst in der Pilotphase befanden, werden nun in Live-Umgebungen eingesetzt, um den Geldfluss, die Funktionsweise der Märkte und die globale Steuerung von Systemen neu zu gestalten. Stablecoins entwickeln sich zu Abwicklungskanälen, die Tokenisierung verlagert Vermögenswerte auf programmierbare Infrastrukturen, künstliche Intelligenz beginnt, Transaktionen autonom auszuführen, und Quantentechnologien gestalten die Grundlagen von Sicherheit und Systemdesign neu. Zusammen verstärken diese Veränderungen den globalen Wettlauf der grossen Volkswirtschaften und Unternehmen um den Aufbau, die Skalierung und die Kontrolle der Finanzinfrastruktur der nächsten Generation.

Da Europa seine Führungsrolle im Regulierungsbereich durch Rahmenwerke wie MiCA ausbaut und die Schweiz sich als neutrale Brücke zwischen Finanzsystemen, Kapital und Innovation positioniert, rückt die Region bei der Gestaltung der Zukunft der globalen Finanzwelt immer stärker in den Fokus.

Vor diesem Hintergrund findet die fünfte Ausgabe des Point Zero Forums 2026 vom 23. bis 25. Juni 2026 im Kongresshaus Zürich unter dem Motto A Financial System Rewired: Trust, Compliance and Protocols in a Shifting World statt. Im Jahr 2025 brachte das Forum mehr als 1.300 Teilnehmer aus über 60 Ländern zusammen.

Gleichzeitig findet in Zürich die Swiss FinTech Week statt. Ein gutes Beispiel wie die Schweiz internationale und nationale Kompetenz im Bereich Finanzinnovation zusammenbringt.

Das Point Zero Forum, das vom Schweizer Staatssekretariat für internationale Finanzfragen und dem in Singapur ansässigen Global Finance and Technology Network (GFTN) organisiert wird, hat sich zur führenden Plattform in Europa entwickelt, auf der sich die Teilnehmer darüber abstimmen, wie Finanzsysteme der nächsten Generation gestaltet, gesteuert und in grossem Massstab eingeführt werden.

Eine globale Konvergenz von Politik, Technologie und Finanzen
Das Point Zero Forum bringt eine hochkarätige Gruppe globaler Entscheidungsträger zusammen, die das Finanzsystem prägen, darunter Vertreter von Regierungen, Zentralbanken, Finanzinstituten, Technologieunternehmen und globalen Organisationen.

Vertreter des öffentlichen Sektors und politische Entscheidungsträger sind unter anderem Bundesrätin Karin Keller-Sutter, EU-Kommissarin Maria Luís Albuquerque sowie Alvin Tan, Staatsminister und Vorstandsmitglied der Monetary Authority of Singapore (MAS), sowie Christoph König, stellvertretender Staatssekretär, Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF).

Weitere renommierte Referentinnen und Referenten stammen aus Zentralbanken und internationalen Organisationen, global tätigen Finanzinstituten und führende Persönlichkeiten im Bereich digitale Vermögenswerte und Zahlungsverkehr sowie Technologie und Infrastruktur.

SCHLÜSSELTHEMEN
In einer fragmentierten Landschaft, in der Europa reguliert, Asien aufbaut und die USA die Liquidität skalieren – welches Modell wird sich als globaler Standard für die Finanzinfrastruktur durchsetzen?

Die globale Finanzwelt spaltet sich auf verschiedene Machtzentren auf: Europa setzt regulatorische Standards, Asien treibt die praktische Umsetzung voran und die Vereinigten Staaten sichern die Liquidität durch dollarbasierte Systeme.

Wer wird die Grundlagen des nächsten Finanzsystems aufbauen und besitzen, wenn die Infrastruktur von Pilotprojekten in den produktiven Einsatz übergeht?
Stablecoins, Tokenisierung, KI und Quantencomputing konvergieren, um die Finanzinfrastruktur neu aufzubauen und Systeme von der Experimentierphase hin zu skalierbaren, programmierbaren und autonomen Umgebungen zu verlagern.

Kann die Schweiz den Entwurf für programmierbare Finanzen vorlegen und zur Brücke zwischen konkurrierenden Finanzsystemen werden?
Die Schweiz treibt die Integration von programmierbarem Geld in die Finanzinfrastruktur voran und positioniert sich als globaler Knotenpunkt, der Zahlungs-, Wertpapier- und Compliance-Systeme miteinander verbindet.

Was geschieht mit Souveränität und Vertrauen, wenn Finanzsysteme von menschlicher Aufsicht zu maschineller Ausführung übergehen?
Steigende Herausforderungen für Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger: Souveränität, Skalierbarkeit und Vertrauen – während sich die digitale Dollarisierung beschleunigt und Systeme fragmentieren, stehen politische Entscheidungsträger unter wachsendem Druck, die Währungshoheit zu wahren und gleichzeitig Vertrauen in maschinengesteuerte Finanzsysteme zu schaffen. Wie können politische Entscheidungsträger Souveränität und Vertrauen bewahren und gleichzeitig Innovation auf globaler Ebene ermöglichen?


Medienkontakt:
Mario Tuor
Leiter Kommunikation SIF
Eidgenössisches Finanzdepartement EFD
Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF
Telefon + 41 58 481 34 96
Mobil +41 79 550 28 60
Email: mario.tuor@sif.admin.ch

Preeti Dawra
Leiterin Kommunikation
Global Finance & Technology Network
Email: preeti.dawra@gftn.com


--- ENDE Pressemitteilung Das Point Zero Forum in Zürich beschäftigt sich mit der Zukunft der globalen Finanzwelt aus europäischer Sicht ---

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF:

Das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen vertritt die Interessen der Schweiz in Finanz-, Währungs- und Steuerfragen sowohl gegenüber Partnerländern als auch in den zuständigen internationalen Gremien.

Es engagiert sich für gute Rahmenbedingungen, damit die Schweiz über einen sicheren, wettbewerbsfähigen und weltweit anerkannten Finanz- und Unternehmensstandort verfügt. Das Staatssekretariat ist zudem zuständig für die Umsetzung der Finanzmarktpolitik des Bundesrats.


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Quellen:
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