Der EBIT erreichte CHF 75.7 Mio. (Vorjahr: CHF 68.9 Mio.), die EBIT-Marge verbesserte sich von 12.2% im Vorjahreszeitraum auf 13.0% und unterstreicht die operativen Fortschritte, welche das Unternehmen im Zuge der Umsetzung seiner Strategie und Transformation gemacht hat. Gleichzeitig setzte Dätwyler den Ausbau seiner Investitionskraft, seiner kommerziellen Kompetenzen sowie die Entwicklung neuer Wachstumsplattformen konsequent fort. Die Ausgaben für Forschung & Entwicklung sowie Marketing & Vertrieb erhöhten sich auf CHF 44.9 Mio. (Vorjahr: CHF 38.4 Mio.) beziehungsweise 7.7% des Umsatzes (Vorjahr: 6.8%).
Division Healthcare: Starke Dynamik und gut positioniert für Wachstum in Schlüsselmärkten
Die Division Healthcare erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von CHF 242.8 Mio. (Vorjahr: CHF 236.8 Mio.). Das Wachstum wurde insbesondere durch den weiteren Hochlauf neuer Kundenprojekte sowie höhere Volumina in bestehenden Anwendungen getragen, während Wechselkurse das ausgewiesene Ergebnis belasteten. Der EBIT erhöhte sich auf CHF 50.8 Mio. (Vorjahr: CHF 40.1 Mio.), die EBIT-Marge verbesserte sich auf 20.9% (Vorjahr: 16.9%). Die Ergebnisverbesserung resultierte aus einem höheren Anteil hochwertiger Produktlösungen (High Value Offering; HVO), einer höheren Kapazitätsauslastung, erfolgreichen Preisinitiativen sowie einem positiven Einmaleffekt aus der Neuausrichtung des Produktionsnetzwerks. Diese Entwicklungen kompensierten die temporären Anlaufkosten für neue kommerzielle Kundenprogramme sowie die durch den Nahostkonflikt bedingt höheren Aluminiumpreise mehr als vollständig.
Dätwyler hat am FirstLine®-Produktionsstandort in Middletown, USA, mit der Belieferung von Komponenten für ein führendes GLP-1-Medikament zur Gewichtsreduktion begonnen. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach NeoFlex™-sprühbeschichteten Kolbenstopfen, die sich insbesondere für Biologika, Fertigspritzen und Homecare-Anwendungen eignen. Mit der Einführung des branchenweit ersten universellen sprühbeschichteten 20-ml-Kolbenstopfens erweiterte die Division zudem ihr Portfolio an innovativen, anwendungsspezifischen Werkstoffen. Damit bietet Dätwyler nun ein vollständiges Portfolio für grossvolumige Injektionstherapien mit Lösungen für 5-ml-, 10-ml- und 20-ml-Anwendungen und erfüllt gleichzeitig die steigenden Anforderungen von On- Body-Injektionssystemen.
Division Industrial: Transformation schreitet voran, Endmärkte bleiben anspruchsvoll
Die Division Industrial erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von CHF 342.4 Mio. (Vorjahr: CHF 329.3 Mio.), der EBIT belief sich auf CHF 24.9 Mio. (Vorjahr: CHF 28.8 Mio.). Die Nachfrage in den etablierten Industrie- und Automobilmärkten blieb angesichts der anhaltenden Handelskonflikte und der weiterhin verhaltenen Investitionstätigkeit gedämpft. Infolgedessen sank die EBIT-Marge auf 7.3% (Vorjahr: 8.7%). Die Profitabilität wurde in diesem Umfeld vorübergehend durch fortgesetzte Investitionen in organisches Wachstum und die Portfolioveränderung belastet.
Die Geschäftseinheit Transportation & Electronics baute ihr Portfolio an hochwertigen Anwendungen weiter aus und stärkte ihre Position bei Fahrzeugplattformen chinesischer Automobilhersteller sowie in angrenzenden Mobilitätsmärkten. Die Geschäftseinheit General Industry gewann neue Kundenprojekte in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik. Erste Umsatzbeiträge aus diesen Projekten sind bereits sichtbar. Gleichzeitig entwickelte Dätwyler weitere Geschäftsmöglichkeiten für Dichtungslösungen in Flüssigkeitskühlsystemen für Rechenzentren, deren attraktive Umsatzbeiträge aufgrund langer Entwicklungszyklen mittelfristig erwartet werden. In Food & Beverage verlief die Geschäftsentwicklung planmässig, unterstützt durch die anhaltend starke Nachfrage nach Kaffeekapseln aus Aluminium.
Transformationsprogramm ForwardNow erreicht die Halbzeit der Umsetzung
In der ersten Programmphase standen die Optimierung des Produktionsnetzwerks, die Straffung des Produktportfolios sowie organisatorische Veränderungen im Mittelpunkt. Zu den wichtigsten Meilensteinen im ersten Halbjahr zählte die Entscheidung, die drei US-Standorte der Geschäftseinheit General Industry bis Anfang 2027 an einem neuen Standort in Houston zusammenzulegen. Im Bereich Healthcare wurde das nordamerikanische Produktionsnetzwerk gezielt an die zukünftigen Anforderungen der Endmärkte angepasst.
In der zweiten Programmphase stehen die Beschleunigung der Transformation des Geschäftsportfolios sowie die Standardisierung der Kernprozesse im Fokus. Mit dem wachsenden Anteil strategischer Produktlinien und dem Hochlauf neuer Projekte in strukturellen Wachstumsmärkten werden die Ergebnisbeiträge aus ForwardNow schrittweise zunehmen. Dätwyler ist auf Kurs, die kommunizierten Programmziele eines kumulierten Einmaleffekts von rund CHF 52 Mio. bis Ende 2027 sowie eine nachhaltige jährliche Ergebnisverbesserung von rund CHF 24 Mio. ab 2028 zu erreichen.
Ausblick
Trotz anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten erwartet Dätwyler, Umsatz und Profitabilität schrittweise weiter zu steigern. Die starke Marktposition, gezielte Investitionen in Innovation und Wachstum sowie die konsequente Umsetzung des Transformationsprogramms ForwardNow bilden eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung und unterstützen das Erreichen der kommunizierten mittelfristigen Finanzziele.
In der Division Healthcare werden der anhaltende Wandel hin zu einem höheren Anteil hochwertiger Produktlösungen, die steigende Kapazitätsauslastung sowie der Hochlauf von Kundenprogrammen die positive Geschäftsentwicklung und Profitabilität weiter unterstützen. In der Division Industrial wird eine Verbesserung der Profitabilität gegenüber dem ersten Halbjahr erwartet, da die Massnahmen zur Ergebnisabsicherung zunehmend Wirkung entfalten. Zusätzliche Produktionskapazitäten im Bereich Food & Beverage werden zudem den Ausbau des Geschäfts mit Hightech-Dichtlösungen für hochregulierte Lebensmittelanwendungen unterstützen.
Pressekontakt:
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SVP Corporate Communications & Investor Relations
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