Der ausgewiesene Netto-umsatz reduzierte sich somit im Vergleich zum Vorjahr leicht um -2.2% auf CHF 1‘290.5 Mio. (Vorjahr CHF 1'319.5 Mio.). Dank der konsequenten Umsetzung der Nischenstrategie generierten alle vier Dätwyler Konzernbereiche eine robuste Nachfrage, obwohl das Umfeld wegen der europäischen Schuldenkrise in allen bearbeiteten Märkten und Branchen durch hohe Unsicherheit geprägt war. Die saisonale Entwicklung der Nachfrage ergibt keinen einheitlichen Trend: Während die Konzernbereiche Pharma Packaging und Sealing Technologies ein starkes zweites Halbjahr verzeichneten, nahm die Dynamik in den Konzernbereichen Technical Components und Cabling Solutions leicht ab.
Der Konzernbereich Technical Components erzielte währungsbereinigt ein organisches Wachstum von 3.0%. Durch die Konsolidierung in Schweizerfranken ergab sich ein Rückgang des Nettoumsatzes um -3.7% auf CHF 626.4 Mio. (Vorjahr CHF 650.5 Mio.). Auf der einen Seite konnte die Online/Katalog-Distribution für Industrieelekt-ronik, Automation und Computerzubehör (Distrelec, Elfa und Reichelt) vor allem in Deutschland und Osteuropa kräftig zulegen. Auf der anderen Seite kämpfte der Fachhandel (Maagtechnic) mit den rückläufigen Auftragsvo-lumen der Schweizer Industrie- und Gewerbekunden.
Im Konzernbereich Pharma Packaging war der Translationseffekt aus der Konsolidierung in Schweizer Franken am stärksten: Ein währungsbereinigtes organisches Wachstum von 8.3% wandelte sich in einen Umsatzrückgang von -4.4%. Der ausgewiesene Nettoumsatz belief sich auf CHF 265.1 Mio. (Vorjahr CHF 277.4 Mio.). Wie bereits im Vorjahr verzeichnete Dätwyler in den Schwellenländern ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum.
Im Konzernbereich Cabling Solutions betrug das währungsbereinigte organische Wachstum 5.5%. In Schweizer Franken ging der Nettoumsatz leicht um -1.1% zurück und stellte sich bei CHF 240.9 Mio. (Vorjahr CHF 243.6 Mio.) ein. Erneut sehr dynamisch hat sich der Umsatz in China entwickelt, wo Dätwyler weitere Marktanteile zu gewinnen vermochte. In Europa war die Umsatzentwicklung je nach Land und Region sehr unterschiedlich, mit der Schweiz an der Spitze und den südeuropäischen Ländern am Schluss der Liste.
Der Konzernbereich Sealing Technologies profitierte 2011 von den Vorarbeiten in der Vergangenheit: Dank neuen Serienprodukten für die Automobilindustrie und dem Ausbau der Zusammenarbeit mit Nespresso gelang es, den Umsatz um 7.0% auf CHF 162.0 Mio. (Vorjahr CHF 151.4 Mio.) zu steigern. Bereinigt um den negativen Wechselkurseinfluss ergab sich ein organisches Wachstum von 10.7%.
Dank der soliden Kapazitätsauslastung und den frühzeitig eingeleiteten Massnahmen zur Reduktion der Abhän-gigkeit vom Frankenwechselkurs wird die Dätwyler Gruppe auch im schwierigen Berichtsjahr 2011 das selbstge-setzte Zielband für die EBIT-Marge erreichen und eine EBIT-Marge zwischen 9% und 10% ausweisen. Dabei heben sich die Einmaleffekte aus Restrukturierungskosten und Erträgen aus Liegenschaftsverkäufen auf.
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