CSI-Tag 2023: Beten Sie, machen Sie Widerstand

11.09.2023 | 09:33 Uhr | Stiftung CSI-Schweiz

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


11.09.2023, Am CSI-Tag ging es um die Befreiung von Sklaven im Sudan, um die Unterstützung irakischer Christen und die bedrohliche Lage der christlichen Karabach-Armenier.

"Macht Widerstand, wo ihr Gottes Auftrag darin erkennt!" Verfolgten Christen eine Stimme geben, erfordere Weisheit, Kraft und Inspiration. Das betonte der Präsident der Stiftung CSI-Schweiz, Pfr. Peter Märki, zum Auftakt des CSI-Tags. Über 160 Gäste besuchten am 9. und 10. September die Jahrestagung der Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) in Zürich und Lausanne.

100'000 Sklaven befreit

CSI-Projektmanager Franco Majok lenkte den Blick auf das dunkle Kapitel der Sklaverei im Sudan, wo arabische Stämme jahrelang Menschen im Südsudan gefangen nahmen und wegführten, um sie als Sklaven für sich arbeiten zu lassen. Vor 30 Jahren fand CSI Wege, um die ersten Sklaven zu befreien. Inzwischen sind es über 100'000, die zurück im Südsudan ein neues Leben beginnen konnten. Die Befreiungsaktionen gehen weiter.

Hungerhilfe und neue Einsatzgebiete

Eine grosse Herausforderung im Südsudan ist der Hunger. Grund sind häufige Ernteausfälle durch Überschwemmungen oder Trockenheit. In diesem Jahr versorgte CSI mehrere tausend der bedürftigsten Familien mit Hirse und weitete seine Hilfstätigkeit aus auf umkämpfte Gebiete im Süden des Sudan, in denen viele Christen leben.

Berg-Karabach seit neun Monaten im Belagerungszustand

Wie sich die Menschenrechtsarbeit im Fall der aktuell schwer bedrängten christlichen Karabach-Armenier gestaltet, schilderte Joel Veldkamp, Leiter internationale Kommunikation. Sein historischer Rückblick zeigte die anhaltende Aggression gegen die Armenier. Sie beginnt mit dem Genozid ab 1915, geht über die Schliessung der Kirchen in der Sowjetzeit und mündet in die Angriffe durch Aserbaidschan, das Berg-Karabach inzwischen seit neun Monaten belagert. Was das für die 120'000 Karabach-Armenier bedeutet, erzählte CSI-Partner Vardan Tadevossian per Videobotschaft: Regelmässiger Stromausfall, Wirtschaft am Boden, kein Treibstoff, kaum noch Brot, Lebensmittel rationiert, Mangelernährung. Alte, Kranke, Kinder und Schwangere leiden besonders.

Gibt es noch Hoffnung?

CSI sucht nach Wegen, um den Menschen hinter der Blockade Hilfe zu bringen. Dank dem im Juli erhaltenen Beraterstatus bei der UNO, wird sich CSI im Menschenrechtsrat für Berg-Karabach einsetzen. Die Kirchen in Europa und Amerika sollen sensibilisiert und zum Beten aufgerufen werden. Gibt es noch Hoffnung für Berg-Karabach? "Wir schöpfen Hoffnung aus der Vergangenheit", sagte Joel Veldkamp. Sie zeige, wie Gott in der Geschichte handle und sein Volk bewahre. Veldkamp: "Sollte Berg-Karabach gerettet werden, dann wird Gott der Handelnde sein, nicht wir."

Die Christen im Irak stärken

Pascale Warda war Ministerin in der irakischen Übergangsregierung. Die Präsidentin der Menschenrechtsorganisation Hammurabi schilderte eindrücklich, wie einstige Opfer des IS wieder Fuss fassen konnten. Sie erhielten Coachings, Ausbildungen, Starthilfen und arbeiten nun als Coiffeusen, Automechaniker oder Elektriker. Es gelte die diskriminierte christliche Minderheit im Land zu ermutigen, sagte Warda. In christlichen Dörfern helfe man beim Aufbau von Kindergärten und Schulen und setze sich generell für die umkämpfte Religionsfreiheit ein. Das sei kräftezehrend und gefährlich, zumal die muslimischen Richter nicht unabhängig in ihren Entscheidungen seien. Doch Pascale Warda will nicht aufgeben: "Der Irak hat ein reiches christliches Erbe. Das christliche Zeugnis muss gestärkt werden, der Glaube soll wieder aufleben."

Aufruf zum Gebet für Verfolgte

Den Herzschlag von CSI beschrieb Geschäftsführer Simon Brechbühl. Man handle unerschrocken und fokussiert, unabhängig, aber kooperationsfähig und denke überkonfessionell. Christenhasser würden nicht nach Konfession unterscheiden, sondern zielten mit ihren Attacken letztlich auf das Zentrum - den Gekreuzigten und Auferstandenen. Mit einer Gebetsinitiative will CSI Christen aller Konfessionen ermutigen, in Gottesdiensten und Hauskreisen regelmässig für die Verfolgten zu beten.


Pressekontakt:

Rolf Hoeneisen
Medienverantwortlicher
+41 44 982 33 77
rolf.hoeneisen@csi- schweiz.ch

Simon Brechbühl
Geschäftsführer
+41 44 982 33 40
simon.brechbuehl@csi-schweiz.ch



--- ENDE Pressemitteilung CSI-Tag 2023: Beten Sie, machen Sie Widerstand ---



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Stiftung CSI-Schweiz:

Christian Solidarity International (CSI) ist eine Menschenrechtsorganisation im weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit und Menschenwürde.

Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützt CSI verfolgte Christen und andere Opfer von Unterdrückung, macht auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und leistet humanitäre Hilfe. CSI wurde 1977 in Zürich gegründet und hat einen Sitz im UNO- Menschenrechtsrat.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
news aktuell   HELP.ch


Weiterführende Informationen:
  Stiftung CSI-Schweiz (Firmenporträt)




Help.ch

Ein Angebot von HELP.ch


Swiss-Press.com ist ein Angebot von www.help.ch und die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen aus der Schweiz. HELP.ch sorgt für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.

Medienpräsenz mit «Aktuelle News»: Nutzen Sie das Netzwerk von «Aktuelle News», um Ihre Presse- und Medienmitteilungen, Events und Unternehmensnews gezielt zu verbreiten.

Ihre Inhalte werden über News-Sites, Google, Social Media und Online-Portale einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zum Netzwerk gehören führende Presseportale wie Aktuellenews.ch, News.help.ch, Swiss-Press.com und Tagesthemen.ch, Eventportale wie Eventkalender.ch und Swisskalender.ch sowie Online-TV-Plattformen wie Aktuellenews.tv und Handelsregister.tv. Insgesamt stehen über 30 Publikationskanäle zur Verfügung, um Ihre Mitteilungen optimal zu platzieren.