Partnerschaft zwischen Coop und Tropenhäusern Frutigen und Wolhusen: Coop ist Hauptinvestorin der innovativen Idee einer nachhaltigen und umfassenden Energienutzung am Lötschberg. Es handelt sich um ein kreatives und konkretes Beispiel, wie das Nachhaltigkeits-Engagement von Coop umgesetzt wird. Das Tropenhaus Frutigen passt zu Coop. Denn Coop setzt auf biologische und ökologische Landwirtschaft, auf den sparsamen Umgang mit Energie sowie auf die Erhaltung stark bedrohter Fischbestände. Coop ist die strategische Partnerin und Hauptinvestorin des Tropenhaus Frutigen in folgenden vier Bereichen: Beteiligung am Aktienkapital, Vermarktung der Produkte und Konzeption eines Restaurants mit rund 200 Plätzen. Zudem finanziert der Coop Fonds für Nachhaltigkeit eine umfassende Ausstellung zu den Themen nachhaltige Aquakulturen und gesunde, ausgewogene Ernährung mit.
Stör und Kaviar aus Aquakultur: Das warme Lötschbergwasser wird zur Aufzucht von Stören und zur Produktion von Kaviar genutzt. In rund 40 Aussenbecken sollen nach Fertigstellung der Anlage etwa 60'000 Störe Platz finden. Dies ergibt eine jährliche Produktion von ca. 45 Tonnen Stör und 2 Tonnen Kaviar: Die Kaviar-Gewinnung ist eine absolute Neuheit in der Schweiz! Alle wild lebenden Störarten sind auf Grund der Kaviar-Nachfrage stark gefährdet. Nachhaltig bewirtschaftete Aquakulturen stellen je länger je mehr eine echte Alternative zum Wildfang von stark bedrohten Fischarten – wie dem Stör – dar. Im Juni 2007 hat Coop die WWF SEAFOOD GROUP mitbegründet. Damit hat sie sich unter anderem verpflichtet ihr Sortiment im Bereich von nachhaltig produzierten Fischen zu erweitern. Das Zucht-Stör- Projekt passt somit ausgezeichnet zu den Zielen von Coop.
Tropenfrüchte aus dem Berner Oberland: Die Energie des warmen Lötschbergwassers wird weiter für die Beheizung eines Treibhauses für Tropenfrüchte genutzt. Im hauseigenen Restaurant werden sodann die reif vom Baum geernteten Tropenfrüchte wie Papayas, Guaven, Karambolen und Bananen serviert. Ein Schlaraffenland für Kenner und Geniesser.
Mit diesen beiden Nutzungen kühlt sich das Wasser aus dem Lötschberg ab. Würde das warme Wasser direkt in die kalte Kander fliessen, wäre der dortige Bestand an einheimischen Seeforellen gefährdet, da diese nur kaltes Wasser ertragen.
Coop fördert als strategische Partnerin ebenso das vergleichbare: Schwesterprojekt Tropenhaus Wolhusen. Dieses nutzt die Abwärme der einzigen schweizerischen Gasverdichtungsstation der Erdgaspipeline zwischen der Nordsee und Italien. Das Tropenhaus Wolhusen wird neben der Zucht von Tilapia (Tropischer Speisefische) vor allem auf die Produktion von Tropenfrüchten ausgerichtet. Die Anlagen werden den Besuchern ebenfalls öffentlich gemacht und sie werden kulinarisch verwöhnen. Der Spatenstich dieser Anlage findet am 26. Juni 2008 statt.



