17.04.2020 | 09:48 Uhr
| VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Lesedauer: 3 Minuten
17.04.2020, Dr. Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Südostasien: «VIER
PFOTEN ist positiv überrascht von der Entscheidung des chinesischen Ministeriums für Landwirtschaft,
Hunde und Katzen von einer gerade publizierten Nutztier-Liste explizit auszuschliessen. Die
Veröffentlichung dieser Liste folgt einer Reihe von optimistischen Entwicklungen in China: Der Konsum
von Wildtieren wurde anlässlich der COVID-19-Pandemie bereits durch ein nationales Gesetz verboten,
ebenso der Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch in der chinesischen Stadt Shenzhen. Hunde und
Katzen von der Nutztier-Liste zu exkludieren, könnte möglicherweise verhindern, dass jedes Jahr Millionen
von Heimtieren in China wegen ihres Fleisches getötet werden.
Zürich, 14.4.2020 «Dass Hunde und Katzen nicht auf dieser Liste stehen, bedeutet jedoch auch noch
nicht automatisch, dass Menschen sie nicht essen dürfen. Eine offizielle landesweite Gesetzgebung, die
den Verzehr von Hunden und Katzen verbietet, steht nämlich noch aus. VIER PFOTEN bestärkt die
chinesische Regierung, ein solches Gesetz einzuführen und jene streng zu bestrafen, die dagegen
verstossen. So kann China mit gutem Beispiel voran gehen, auch für Länder in Südostasien. Allein in
Vietnam, Kambodscha und Indonesien werden jährlich schätzungsweise zehn Millionen Hunde und
Katzen für den menschlichen Verzehr brutal abgeschlachtet. VIER PFOTEN hat dokumentiert, dass
Hunde- und Katzenfleisch weiterhin auf Lebendtiermärkten in der gesamten Region verkauft werden –
trotz der andauernden globalen COVID-19-Pandemie. Dabei wird derzeit davon ausgegangen, dass der
Virus auf solch einem Markt seinen Ursprung hat. Wir fordern die jeweiligen Regierungen von Vietnam,
Kambodscha und Indonesien auf, dem Beispiel Chinas zu folgen und den Weg für ein Südostasien, das
frei von Hunde- und Katzenfleisch ist, zu ebnen – nicht nur zum Schutz von Millionen von Heimtieren,
sondern auch zum Schutz der öffentlichen Gesundheit», so Polak.
VIER PFOTENs Kampf gegen
den Hunde- und Katzenfleischhandel
Um den brutalen Handel mit Hunde- und Katzenfleisch in
Südostasien nachhaltig zu beenden, hat VIER PFOTEN eine Kampagne auf internationaler und nationaler
Ebene gestartet. Durch Aufklärungsarbeit und Kooperationen mit den verantwortlichen Behörden und
Tourismusverbänden sollen die Regierungen dazu gebracht werden, strenge Tierschutzgesetze
einzuführen, die das Fangen, Schlachten und Essen von Hunden und Katzen verbieten. Darüber hinaus
unterstützt VIER PFOTEN lokale Tierschutzorganisationen und Gemeinden mit nachhaltigen Programmen
zum Management der Hunde- und Katzenpopulation. VIER PFOTEN ist auch Teil der
Tierschutzkoalitionen DMFI (Dog Meat Free Indonesia) und ACPA (Asia Canine Protection Alliance), die
gegen den Handel in Südostasien lobbyieren.
Medienkontakt:
Chantal Häberling, Kommunikation Schweiz
VIER PFOTEN
Schweiz
Enzianweg 4, 8048 Zürich
Tel. +41 43 311 80 90
chantal.haeberling@vier-
pfoten.org
--- ENDE Pressemitteilung Chinas Landwirtschaftsministerium streicht Hunde und Katzen von Nutztier-Liste ---
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Über VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz:
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
Quellen:
Weiterführende Informationen: