Bis jetzt sind mindestens hundert Tote bestätigt, mehrere hundert Personen werden vermisst, etwa 4000 Menschen wurden verletzt. Die Druckwelle zerstörte unzählige Gebäude im Umkreis von einem Kilometer oder beschädigte sie schwer. Das strukturschwache Land, das seit Beginn des Syrienkriegs mehr als 1,5 Millionen geflüchtete Syrerinnen und Syrer aufgenommen hat, steht kurz vor dem Bankrott. Während Hunderttausende Flüchtlinge unter katastrophalen Bedingungen in den Lagern leben, verarmt auch die lokale Bevölkerung zusehends. Schätzungen zufolge leben ein Drittel der libanesischen Bevölkerung und zwei Drittel der syrischen Flüchtlinge im Libanon unterhalb der Armutsgrenze. Auch das Gesundheitssystem ächzt unter der Wirtschaftskrise. Unzählige Menschen haben keinen oder ungenügenden Zugang zu nötiger medizinischer Versorgung. Die Corona-Krise, die den Libanon hart traf, verschärfte die Lage weiter. Am Abend der Explosion befand sich Beirut bereits zum zweiten Mal im Lockdown.
Die Menschen im Libanon brauchen unsere
Hilfe Caritas Schweiz ist seit 2012 im Rahmen ihrer umfangreichen Hilfe für die Opfer der
Syrienkrise im Libanon tätig, aktuell mit Projekten im Bildungsbereich und in der
Armutsbekämpfung. Das Hilfswerk ist mit seinen Partnerorganisationen im Austausch und
klärt den dringendsten Bedarf der von der Explosion betroffenen Menschen ab. So auch mit
Caritas Libanon, die mehrere Krankenhäuser in Beirut betreibt. "Caritas Schweiz geht davon
aus, dass die Bedarfe im Bereich der medizinischen Nothilfe sein werden, aber auch bei der
Wiederherstellung von Wohnungen und Häusern", berichtet Frederic Wiesenbach,
Projektmanager für Syrien und Libanon der Caritas Schweiz vor Ort in Beirut. Die Menschen
im Libanon brauchen unsere Unterstützung nun mehr denn je. Caritas Schweiz hat einen
ersten Nothilfebeitrag von 100 000 Franken gesprochen. Caritas Schweiz ist auf
Spendengelder angewiesen, um angemessen auf die Situation zu reagieren und bedankt sich
für Spenden auf das Konto 60-7000-4 oder auf
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