Anders als andere Branchen können Spitäler und Kliniken ihre Preise nicht frei festlegen, ihre
Kosten steigen aber mit Personal-, Energie- und Materialpreisen. Die Folge ist eine wachsende
Schere zwischen Teuerung und Tarifen. Die
Unterfinanzierung ist messbar - und gefährdet die Versorgung
Die Konsequenzen sind klar bezifferbar: rund 25 % Unterfinanzierung im ambulanten Bereich und rund 10 % im stationären Bereich. Das erschwert nötige Investitionen, verschärft den Druck auf die ohnehin knappen Fachkräfte und erhöht das Risiko, dass Leistungen abgebaut oder Standorte geschwächt werden - mit Folgen für Patientinnen und Patienten. Die Schweiz braucht Spitäler und Kliniken, die den Umbau zur Spitallandschaft der Zukunft vorantreiben: mehr ambulante Versorgung, neue Versorgungsmodelle, Digitalisierung. "Wer eine konsequente Ambulantisierung politisch will, muss sie tariflich ermöglichen. Ohne faire, an die Teuerung angepasste Tarife, wird der notwendige Wandel unmöglich", so Anne-Geneviève Bütikofer.
H+ fordert eine verbindliche und transparente Indexierung der Tarife, damit Kostenentwicklungen nicht in Blockaden, Verfahren und Verzögerungen enden. Das schafft Planbarkeit für die Versorgung - und die nötige Investitionsfähigkeit für die weitere Transformation.
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