Neue Informationen zu den Ausbildungsbeiträgen Um den gewandelten Informationsbedürfnissen Rechnung zu tragen hat das BFS die Erhebung der kantonalen Stipendien und Darlehen angepasst und erweitert. Neu kann nun aufgezeigt werden, ob Bezügerinnen und Bezüger ein Stipendium, ein Darlehen oder beide Typen von Ausbildungsbeiträgen gleichzeitig erhalten. 2012 bezogen 93 Prozent ein Stipendium, 2 Prozent ein Darlehen und 5 Prozent beides.
Erstmals stehen auch Informationen zur Stipendienbezügerquote nach Bildungsstufe und Kanton zur Verfügung. Im nachobligatorischen Bildungsbereich betrug der Anteil der stipendienbeziehenden Personen gemessen an der Anzahl der Lernenden und Studierenden 2012 insgesamt rund 8 Prozent. Für die Sekundarstufe II waren es 7,5 Prozent, für die Tertiärstufe 9,4 Prozent. In den meisten Kantonen war die Stipendienbezügerquote auf der Tertiärstufe höher als auf der Sekundarstufe II. In neun Kantonen war das Verhältnis ausgeglichen oder umgekehrt.
Stipendien sind insbesondere für die Berufs- und Allgemeinbildung von Bedeutung Die Stipendien kommen auf allen nachobligatorischen Ausbildungsstufen zum Tragen. Für die obligatorische Schule und die Weiterbildung fallen sie jedoch kaum ins Gewicht. Die Mehrheit der Stipendienbezügerinnen und –bezüger waren Lernende auf der Sekundarstufe II (berufliche Grundbildung, Gymnasien und andere allgemeinbildende Schulen, 56%). Sie bezogen mit 136 Millionen Franken 45 Prozent des insgesamt ausbezahlten Stipendienbetrags. Für die Hochschulen und die höhere Berufsbildung betrug dieser Anteil 54 Prozent (162 Mio. Fr.).
Deutliche kantonale Unterschiede bei der Vergabe von Ausbildungsbeiträgen Die Bedingungen zur Vergabe von Stipendien und Darlehen unterliegen kantonalen Bestimmungen. Der durchschnittliche kantonale Stipendienbetrag pro Bezüger und Bezügerin lag 2012 zwischen 3955 und 9148 Franken pro Person (Durchschnitt Schweiz: 6482 Franken). Für den Vergleich der kantonalen Vergabepraxis ist nicht nur der ausbezahlte Betrag zu betrachten, sondern auch der Anteil der Personen, die von Ausbildungsbeiträgen profitieren. Gemessen an der Wohnbevölkerung variiert dieser Anteil zwischen 0,3 Prozent und 1,3 Prozent.
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