Der Rückgang des Landesindexes um 0,7 Prozent im Juli 2009 ist hauptsächlich die Folge der Ausverkaufspreise für Sommerbekleidung; der Index für Bekleidung und Schuhe ermässigte sich um 10,7 Prozent. Ebenfalls tiefer notierten die Bedarfsgruppen Hausrat und laufende Haushaltsführung (-1%), Wohnen und Energie (-0,4%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,4%), Freizeit und Kultur (-0,2%) sowie Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,1%). Angestiegen sind die Indexwerte in den Bereichen Alkoholische Getränke und Tabak (+0,4%), Gesundheitspflege (+0,2%) und Nachrichtenübermittlung (+0,1%). Insgesamt unverändert blieben die Indexzahlen für die Gruppen Verkehr sowie Restaurants und Hotels.
Preisentwicklung für Inland- und Importgüter Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, ermässigte sich das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat bei den Inlandgütern um 0,1 Prozent und bei den Importgütern um 2,2 Prozent. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine Preissteigerung um 1,3 Prozent, die Importprodukte hingegen einen Rückgang um 7,2 Prozent.
Details zur Preisentwicklung im Juli 2009 Der Index für Bekleidung und Schuhe (-10,7%) sank infolge des Sommerausverkaufs, die Preise lagen aber noch 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Indexziffer für Hausrat und laufende Haushaltsführung ging infolge von Aktionen und Ausverkäufen bei verschiedenen Anbietern für Wohn- und Schlafzimmermöbel, Einrichtungszubehör sowie Gartenmöbel um 1 Prozent zurück. Gestiegen sind im gleichen Zeitraum hingegen die Preise von Wasch- und Reinigungsmittel. Der ermässigte Index für Wohnen und Energie (-0,4%) ist vorwiegend auf die tieferen Preise für Heizöl (-4,5%; Stichtage: 1. und 14. Juli), Gas und Fernwärme zurückzuführen. Der Indexwert für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke lag insgesamt tiefer als im Vormonat (-0,4%), wobei in Teilbereichen gegenläufige Entwicklungen verzeichnet wurden: Günstiger wurden Steinobst (Nektarinen, Pfirsiche), Wurzelgemüse (Fenchel), Frucht- sowie Kohlgemüse. Teurer wurden unter anderem Salatgemüse und Erdbeeren.
Leicht rückläufig war der Index für Freizeit und Kultur (-0,2%). Tiefere Preise gab es für PC Hardware, Sport- und Campingartikel (infolge von Ausverkäufen bei verschiedenen Anbietern) sowie Fernsehgeräte. Steigende Preise wurden bei Heimtierartikeln registriert. Ebenfalls leicht sinkend war der Bereich Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,1%). Tiefere Preise gab es für Uhren (Wecker) und Waren für die Körperpflege, höhere Preise bei persönlichen Gebrauchsgegenständen (Reisekoffer und - taschen). Steigende Preise wurden in der Bedarfsgruppe Alkoholische Getränke und Tabak registriert (+0,4%). Teurer wurden Rot- und Weissweine, teilweise nach Aktionen in der Vorperiode. Ein Preisanstieg wurde im Bereich Gesundheitspflege verzeichnet (+0,2%). Teurer wurden Laborleistungen, Spitalleistungen, Medikamente sowie zahnärztliche Leistungen.
Einen leichten Anstieg des Indexes für Nachrichtenübermittlung (+0,1%) ergab sich als Folge einer Preiserhöhung im Bereich Festnetze. Unverändert im Gesamtergebnis blieb die Indexgruppe Verkehr. Gegenläufig waren die Preisentwicklungen für Treibstoffe im Monatsverlauf (Stichtage: 1. und 14. Juli): Während die Preise für Diesel um 2 Prozent anstiegen, ermässigten sich die Benzinpreise um 1,4 Prozent. Gestiegen sind im Weiteren die Preise für Luftverkehr und neue Automobile, während Occasions-Automobile günstiger wurden. Auf dem Niveau des Vormonates verharrte die Indexgruppe Restaurants und Hotels. Teurer wurden Mahlzeiten und Wein in Gaststätten und Restaurants sowie Mahlzeiten zum Mitnehmen. In der Hotellerie gingen die Preise insgesamt leicht zurück.
Verkettung mit früheren Indexreihen Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den Juli 2009 Indizes von 108,4 Punkten auf der Basis Mai 2000=100, von 114,9 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 159,2 Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 198,5 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von 334,6 Punkten auf der Basis September 1966=100.



