Die Entwicklung des Landesindexes im Januar wird durch gegenläufige Preisentwicklungen geprägt, die sich insgesamt weitgehend kompensieren. Der Rückgang um 0,1 Prozent ist stark durch die günstigeren Ausverkaufspreise im Bekleidungssektor sowie durch die höheren Preise für Erdölprodukte beeinflusst. Unter dem Stand des Vormonats lagen die Indizes der Gruppen Bekleidung und Schuhe (-11,9%), Nachrichtenübermittlung (-1,7%), Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,7%) sowie Freizeit und Kultur (-0,2%).
Angestiegen sind hingegen die Indizes für Wohnen und Energie (+1,0%), Restaurants und Hotels (+0,8%), Alkoholische Getränke und Tabak (+0,7%), Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,7%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,6%) sowie Verkehr (+0,6%).
Praktisch unverändert blieb in der Erhebungsperiode die Indexziffer für Gesundheitspflege, während im Bereich Erziehung und Unterricht keine Erhebung erfolgte.
Preisentwicklung für Inland- und Importgüter
Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, stieg das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent bei den Inlandgütern, während es bei den Importgütern um 0,9 Prozent zurück ging. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine Preissteigerung um durchschnittlich 0,8 Prozent, die Importprodukte um 1,4 Prozent.
Details zur Preisentwicklung im Januar 2010
Der Index für Bekleidung und Schuhe (-11,9%) sank wegen Ausverkaufspreisen für Winterbekleidung und Schuhe.
In der Nachrichtenübermittlung (-1,7%) wurden günstigere Preise für die Mobiltelefonie erfasst.
Der Ausverkauf machte sich im Bereich Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,7%) durch günstigere Preise für Schlaf- und Wohnzimmermöbel bemerkbar. Auch in der Indexgruppe Freizeit und Kultur (-0,2%) wurden Ausverkaufspreise für Fernsehgeräte, Winter- und Ganzjahressportartikel verzeichnet. Der Index für Wohnen und Energie (+1,0%) stieg infolge höherer Heizölpreise (+15,3%; Stichtage: 4. und 15. Januar), Elektrizitäts- (+2,3%) sowie Gaspreise (+4,4%).
Im Bereich Restaurants und Hotels (+0,8%) wurden höhere Preise in der Hotellerie (Tourismusgebiete) verzeichnet. Teurer wurden ebenfalls Mahlzeiten zum Mitnehmen.
In der Gruppe Alkoholische Getränke und Tabak (+0,7%) stiegen die Preise für Schaumwein und Rotwein nach Aktionen im Vormonat wieder an.
Im Bereich Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,7%) liessen insbesondere höhere Prämien für private Krankenversicherungen den Indexwert ansteigen. Angestiegen ist der Index für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,6%). Teurer wurde frisches Gemüse (Frucht-, Salat- und Kohlgemüse sowie Lauch). Günstiger wurden dagegen Teigwaren, Fleisch- und Wurstwaren (Cervelats). In der Indexgruppe Verkehr (+0,6%) stiegen die Preise für Benzin (+1,0%) und Diesel (+0,9%; Stichtage: 4. und 15. Januar). Höher notierten ebenfalls die Preise für Occasions- Automobile, Luftverkehr und für öffentlichen Verkehr (Verkehrsverbunde).
Verkettung mit früheren Indexreihen
Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den Januar 2010 Indizes von 109,0 Punkten auf der Basis Mai 2000=100, von 115,6 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 160,1 Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 199,6 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von 336,4 Punkten auf der Basis September 1966=100.



