Es gibt verschiedene Arten von Behinderungen, die Definition ist dabei entscheidend. Von der in Privathaushalten lebenden Bevölkerung sind 5 bis 27 Prozent von einer Behinderung betroffen, je nachdem, ob Menschen mit einer Schädigung (Seh-, Hör-, Gehschwäche oder Kleinwuchs etc.), Menschen mit Beeinträchtigung der Aktivität (Essen, Körperpflege, Einkaufen etc.), Menschen mit Beeinträchtigung der Partizipation (einer Erwerbstätigkeit nachgehen, Freunde treffen, Abstimmen etc.), Menschen, die finanzielle Invaliditätsleistungen beziehen (Entschädigung für Hilflosigkeit, IV- oder andere Rente bzw. Versicherung), oder Menschen, die aufgrund eines Gesundheitsproblems Hilfe bedürfen, mitgezählt werden.
Schwere Behinderungen sind selten
Schwere Behinderungen sind selten: Weniger als 1 Prozent der Bevölkerung sind nicht in der Lage, ein Gespräch zu führen (auch mit Hörhilfe) und 3,7 Prozent können wegen gesundheitlicher Probleme keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Leichte Behinderungen kommen in der Regel häufiger vor und machen die Mehrheit der Behinderungen aus.
Frauen leben häufiger mit einer Behinderung...
Frauen leben häufiger mit einer Behinderung als Männer. Dieser Umstand kann bei der Mehrheit der Behinderungen und bei allen Altersklassen beobachtet werden. ...sie beziehen jedoch weniger Invalidenleistungen Invalidität ist ein administrativer Begriff mit dem hauptsächlich Personen gemeint sind, die wegen gesundheitlicher Probleme nicht imstande sind, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Invalidenleistungen werden auch erbracht, wenn die unbezahlte Arbeit als Hausfrau oder als Hausmann nicht geleistet werden kann. Frauen beziehen trotzdem seltener Invalidenleistungen als Männer.
Mehr Behinderungen im Alter
Mit dem Alter nehmen die gesundheitlichen Probleme zu und so steigt auch die Anzahl Behinderungen: Weniger als jede zehnte junge erwachsene Person gilt gemäss den verschiedenen analysierten Definitionen als behindert. Im obersten Alterssegment ist es hingegen jede zweite Person. Diese Sachlage kann auch für die finanziellen Invaliditätsleistungen festgestellt werden. Ein grosser Teil davon wird jedoch nicht mehr ausbezahlt, sobald das gesetzliche Rentenalter erreicht wird.



