Die feuchtwarme Witterung im Herbst und Frühling begünstigt Zeckenstiche. Eine Impfung schützt nur vor dem Virus, der die Zecken-Hirnhautentzündung (FSME) auslöst. Gegen die am häufigsten und in der gesamten Schweiz übertragenen Borreliose-Bakterien ist sie wirkungslos. Deshalb sollte man sich mit geeigneter Kleidung und einem zeckenabweisenden Spray schützen. Allen Vorsichtsmassnahmen zum Trotz können sich Zecken ihren Weg zur Blutmahlzeit bahnen. Deshalb ist es unerlässlich, den ganzen Körper sorgfältig abzusuchen. Dabei muss besonders auf die nur einen Millimeter kleinen Zeckennymphen geachtet werden.
Sollte es zu einer Infektion gekommen sein, ist das Erkennen der Borreliose-Symptome von zentraler Bedeutung. Eine Borreliose ist nämlich nur gut mit Antibiotika behandelbar, wenn sie früh erkannt wird. Das erste Symptom ist die Wanderröte, die sich um den Stich ausbreitet und nach und nach grösser wird. Nun entwickeln aber nicht alle Betroffenen eine Wanderröte. Bei anderen kann sich die Borreliose auch nur mit grippeähnlichen Symptomen bemerkbar machen. Besonders schwierig wird das Stellen der Diagnose, wenn sich die Krankheit erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren der Symptomfreiheit mit Gelenk-, Nerven-, Herz- oder Hautentzündungen zeigt. Die Betroffenen mit Spätfolgen leiden nicht nur unter chronischer Müdigkeit oft begleitet von starken Schmerzen und Depressionen sondern auch unter der schlechten medizinischen Versorgung und dem kräftezehrenden Kampf um Versicherungsleistungen.
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