Beitrag zu einer gesundenden Schweizer Volkswirtschaft In Bezug auf den stockenden Interbankenmarkt haben die Kantonalbanken gemeinsam mit der SNB einen pragmatischen Lösungsansatz gefunden. Die unter Einbindung der Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute durchgeführten Transaktionen seien als klares Bekenntnis zu einem funktionierenden Interbankenmarkt zu werten, betonte Paul Nyffeler, VSKB-Präsident. In seiner Ansprache an der VSKB- Generalversammlung in Montreux legte er vor rund 120 Gästen und Vertreterinnen und Vertretern von Mitgliedsinstituten dar, dass die Kantonalbanken gut aufgestellt seien. Aufgrund ihres auf Kontinuität und Sicherheit beruhenden Geschäftsmodells bieten sie in mehrfacher Hinsicht Gewähr, einen wichtigen Beitrag zur Gesundung der Schweizer Volkswirtschaft zu leisten. Dieses Kommitment bezieht sich nicht nur auf den erheblichen jährlichen Wertschöpfungsbeitrag gegenüber der öffentlichen Hand (2008: 2,3 Mrd. CHF). Vielmehr stellen die Kantonalbanken dank ihrer kontinuierlichen Personalpolitik rund 19.000 regional domizilierte und hoch qualifizierte Arbeitsplätze zur Verfügung.
Zudem gelten sie nicht allein dank ihrer attraktiven Zinspolitik als beständiger und fairer Partner für KMU, welcher letzteren eine nachhaltig erfolgreiche Geschäftstätigkeit ermöglicht. Schliesslich sorgen die Kantonalbanken mit ihren wertbeständigen Valoren auch in turbulenten Börsenzeiten für Kontinuität und Vertrauen. Syndizierung durch Kantonalbanken Mit dem Hinweis, dass in statistischer Hinsicht keine Anzeichen einer Kreditklemme erkennbar sind, ging VSKB-Direktor Hanspeter Hess differenziert auf aktuelle Probleme bei der Grosskreditvergabe ein. So zeigt sich, dass exportorientierte Firmen stärker von der Krise betroffen sind als die primär inlandorientierten. Zudem ist beobachtbar, dass grenzüberschreitende Syndizierungen kaum noch verfügbar sind und der direkte Zugang zum Kapitalmarkt für viele Firmen zurzeit keine Option darstellt. Diese Lücke konnte in den letzten Monaten durch eine verstärkte Syndizierungstätigkeit der Kantonalbanken - ohne dabei von ihrer bewährten Kreditpolitik abzuweichen - erfolgreich geschlossen werden.
Regulierungsvorhaben zur Stärkung des Branchenansehens Als Folge der Finanzmarktkrise sei ein zunehmender Regulierungsdruck feststellbar, führte VSKB-Präsident Paul Nyffeler aus. Dabei geniesse die uneingeschränkte Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz höchste Priorität. Aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Eigenmittelbasis müssen die Kantonalbanken die aktuellen Stresstests nicht fürchten. Im Gegenteil: Diese tragen zum Ansehen der Branche bei. Um nachhaltig gestärkt aus der Krise hervorzugehen, sei ein verstärkter Auftritt als einheitliche Bankengruppe sowie eine intensivierte Zusammenarbeit in ausgewählten Themenstellungen wünschenswert, resümierte Nyffeler.
Drei neue Verwaltungsratsmitglieder gewählt
Im geschäftlichen Teil der Generalversammlung wurden zu neuen Mitgliedern des Verwaltungsrats bestimmt: David Becher, CEO der Glarner Kantonalbank (ab 1. August 2008), Martin Vogel, CEO der Schaffhauser Kantonalbank (ab 1. Januar 2009) und Pascal Niquille, CEO der Zuger Kantonalbank (seit 6. Juni 2009). VSKBPräsident Paul Nyffeler und -Vizepräsident Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank, wurden für ein weiteres Jahr in ihren Ämtern bestätigt.



