Die Schweizer Botschaft in London befindet sich seit 100 Jahren an zentraler Lage im Stadtteil Marylebone. Der teils denkmalgeschützte Gebäudekomplex benötigt nach über 50-jährigem Betrieb und zahlreichen in den vergangenen Jahrzehnten erfolgten Anpassungen eine Gesamtsanierung. Für die Projektierung der Restrukturierung hat das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) einen einstufigen Projektwettbewerb im offenen Verfahren durchgeführt.
Gesucht war ein Projekt, das die Werte einer weltoffenen und modernen Schweiz berücksichtigt, sensibel mit der historischen Bausubstanz des Gebäudes umgeht und auch dessen Einbettung im Zentrum Londons berücksichtigt. Dabei war eine der wichtigsten Anforderungen, die räumliche Qualität so zu gestalten, dass sie den Ansprüchen der unterschiedlichen Nutzer mit ihren verschiedenen Aufgabengebieten gerecht wird. Denn neben der Botschaft, der Wohnung des Botschafters sowie weiterer Wohnungen enthält das Gebäude auch Zonen, die von Schweiz Tourismus sowie weiteren Schweizer Akteuren genutzt werden. Nach Meinung der Fachjury meisterte das Team von Studio DIA GmbH aus Bern diese Aufgabenstellung am besten. Dessen Siegerprojekt «WELLINGTON» überzeugte insbesondere durch die klare Trennung der eher für die öffentliche Nutzung gedachten Bereiche, der administrativen Funktionen und der Wohnbereiche. Indem das Projekt die bestehenden strukturellen Elemente - insbesondere die Aussenfassaden - beibehält, hält sich der Neugestaltungsaufwand in Grenzen, was auch den hohen Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit entspricht.
Vom 19. bis am 30. August 2022 sind die Ergebnisse des Wettbewerbs mit allen Wettbewerbsbeiträgen für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Ausstellung an der Fellerstrasse 15a ist jeweils von Montag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 15 Uhr in Bümpliz geöffnet.
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Jonas Spirig
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