Prof. Achim Kaufhold, Basileas Chief Medical Officer, sagte: "Wir freuen uns über den Start dieser Phase-1/2a-Studie mit unserem neuartigen Tumor-Checkpoint- Controller BAL101553. Kontinuierliche Infusion könnte weitere Flexibilität hinsichtlich der Verabreichung bieten, zusätzlich zu einer täglichen oralen Gabe oder wöchentlichen zweistündigen intravenösen Infusion. In der Krebsbehandlung ist es wichtig, hier über eine möglichst hohe Flexibilität zu verfügen, um die Therapie bestimmter Tumorarten zu optimieren und bei Kombinationsansätzen die Behandlungspläne aufeinander abzustimmen."
Die Open-label-Studie (d. h. ohne aktive Vergleichssubstanz) wird in mehreren Studienzentren in der Schweiz durchgeführt und umfasst Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren, die auf Standardtherapien nicht ansprachen oder für die keine wirksame Standardtherapien verfügbar sind. Die Studienteilnehmer erhalten BAL101553 intravenös als kontinuierliche Infusion über einen Zeitraum von 48 Stunden.
Über BAL101553
Basileas niedermolekularer Medikamentenkandidat BAL101553 (Prodrug des Wirkstoffs BAL27862)1 wird für die potenzielle Behandlung verschiedener Krebserkrankungen entwickelt, darunter Tumorarten, die auf Standardtherapeutika nicht ansprechen. BAL101553 befindet sich derzeit in Phase 1/2a der klinischen Erprobung bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren. In einer Phase-1/2a-Studie mit einmal wöchentlicher zweistündiger intravenöser Gabe, in der die maximale verträgliche Dosis und die empfohlene Phase-2-Dosis für diese Darreichungsform ermittelt wurden, zeigten sich Signale für eine klinische Antitumor-Aktivität. Neben der gerade begonnenen Studie mit 48-stündiger kontinuierlicher Infusion wird derzeit eine einmal tägliche orale Darreichungsform von BAL101553 in einer Dosis-Eskalations- Phase-1/2a-Studie untersucht. In präklinischen Studien zeigte der Medikamentenkandidat In-vitro- und In-vivo-Wirksamkeit in verschiedenen behandlungsresistenten Krebsmodellen, darunter solchen, die auf konventionelle Medikamente und Bestrahlung nicht ansprachen.2, 3, 4 BAL101553 verteilt sich effizient in Tumor- und Hirngewebe und zeigte Antikrebs-Wirksamkeit in Glioblastom- Modellen (Hirntumor).5, 6 Die aktive Wirksubstanz BAL27862 bindet an die Colchicin- Bindungsstelle von Tubulin, was spezifische Auswirkungen auf die Mikrotubuli- Anordnung hat.7 Dadurch kommt es zur Bildung des sogenannten "Spindle-Assembly- Checkpoints", der das Absterben von Tumorzellen fördert.8 Basileas Entwicklungsansatz in der Onkologie sieht eine möglichst frühzeitige Evaluierung potenzieller Biomarker vor. Diese werden bereits im Rahmen der klinischen Phase- 1/2a-Studien getestet, um so die Dosisfindung zu optimieren und jene Gruppen von Krebspatienten zu identifizieren, die mit höherer Wahrscheinlichkeit auf die Behandlung ansprechen könnten.
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