Der abgelaufene Oktober war der schlechteste zehnte Kalendermonat am Schweizer Auto-Markt seit 2005. Der starke Rückgang im Vorjahresvergleich rührt auch daher, dass der Oktober 2019 im langjährigen Vergleich ein sehr gutes Ergebnis von 26'103 Neuimmatrikulationen gebracht hatte. Möglicherweise stellt der jüngste Rückschlag aber auch eine erste Folge der in kurzer Zeit rasant gestiegenen COVID-19-Fallzahlen dar. In unsicheren Zeiten scheuen Unternehmen wie Privatpersonen grosse Investitionen und somit auch die Anschaffung neuer Fahrzeuge. "Hält diese Entwicklung bis zum Jahresende an, steht der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein das schwärzeste Autojahr seit Mitte der 1970er Jahre bevor", so auto-schweiz- Mediensprecher Christoph Wolnik.
Jedes vierte neue Auto hat einen Alternativ-Antrieb
Weiterhin positiv entwickelt sich der Marktanteil der alternativen Antriebe. Mit 31,8 Prozent verfügte im Oktober fast jeder dritte neue Personenwagen über einen Hybrid-, Elektro-, Gas- oder Brennstoffzellenantrieb. Im bisherigen Jahresverlauf liegt deren Anteil bei exakt 25 Prozent, wobei mit 12,1 Prozent knapp die Hälfte auf aufladbare Modelle, also reinelektrische Fahrzeuge oder Plug-in-Hybride, entfällt. Das "10/20"-Ziel von auto-schweiz von 10 Prozent Marktanteil dieser Steckerfahrzeuge ist damit so gut wie erreicht. "Wir freuen uns über diesen Erfolg bei dem Ziel, den CO2-Flottendurchschnitt weiter abzusenken", so Christoph Wolniks Resümee. "Allerdings überwiegen derzeit die Sorgen angesichts der sich erneut ausweitenden Pandemie. Das höchste Gut ist jetzt die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden sowie aller Mitarbeitenden in der Schweizer Fahrzeugbranche."
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