Zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit konzentriert die Division Heiztechnik und Sanitär die Produktion von Sonder-Heizkörpern in Støíbro (CZ), wo die Division bereits seit vielen Jahren über ein Werk verfügt. In diesem Zusammenhang werden im Werk Riesa (D) die Produktions- und Logistikaktivitäten sukzessive eingestellt, während die Vertriebsaktivitäten in Riesa verbleiben. Die Produktionsanlagen in Arbon bleiben im Wesentlichen erhalten. Das gilt insbesondere für die hochautomatisierte, neue Decotherm- Anlage, die anfangs 2010 in Betrieb genommen wurde. Von Arbon nach Støíbro werden lediglich kleinere Produktionsaktivitäten verlagert. Die Vertriebs- und Logistikaktivitäten bleiben in Arbon angesiedelt. Diese Strukturmassnahmen führen bis zum Sommer 2011 zu einem schrittweisen Abbau von rund 150 Stellen in Riesa und andererseits zur Schaffung von rund 140 neuen Stellen in Støíbro. In Arbon werden bis Ende 2012 25 Stellen abgebaut.
Im Werk Warendorf der Division Küchen und Kühlen werden rund 75 Stellen aufgehoben, um die Kapazitäten der seit längerem unbefriedigenden Auslastung anzupassen. Dies entspricht knapp einem Drittel der Belegschaft in Warendorf. Ein Teil des Stellenabbaus steht im Zusammenhang mit dem Outsourcing der Logistik. Durch die Schliessung von zwei Küchen-Showrooms werden zudem in England 7 Stellen aufgehoben.
Die vom Abbau von Stellen betroffenen Mitarbeitenden werden bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen innerhalb und ausserhalb des Unternehmens unterstützt. In Arbon wird ein erheblicher Teil des bis Ende 2012 abgeschlossenen Personalabbaus über die natürliche Fluktuation so-wie durch interne Versetzungen erfolgen. Die AFG beschäftigt in ihren Betrieben in der Ostschweiz rund 2500 Mitarbeitende.
Die beschlossenen Massnahmen führen in der Division Küchen und Kühlen zu Bewertungskorrekturen auf Goodwill und immateriellen Anlagen von CHF 3.2 Mio. Auch die Division Heiztechnik und Sanitär nimmt im Sinne einer Bereinigung der Bilanz auf dem Goodwill und den immateriellen Anlagen der britischen Aqualux Wertberichtigungen von CHF 2.5 Mio. vor.
Von den gesamten Einmalkosten und Bewertungskorrekturen von total CHF 23.5 Mio. werden CHF 22 Mio. der Jahresrechnung 2010 belastet. Trotz dieser ausserordentlichen Belastung der Erfolgsrechnung geht die AFG davon aus, dass das Geschäftsjahr 2010 mit einem Gewinn abschliessen wird. Die Kostensenkungsmassnahmen werden sich ab 2011 positiv auf die Erfolgsrechnung der betroffenen Divisionen auswirken und ab 2012 nachhaltige Einsparungen von insgesamt über CHF 12 Mio. jährlich ermöglichen.
„Die Optimierung der Kosten ist angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbdrucks eine Daueraufgabe. Anpassungen der Kapazitäten und Organisationsstrukturen sind deshalb unumgänglich, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in den internationalen Märkten sicherzustellen und damit letztlich Arbeitsplätze zu sichern“, kommentiert Edgar Oehler, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der AFG Arbonia- Forster-Holding AG.
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