Die erfolgreiche und hochaktuelle Ausstellung aus Genf kommt nun erstmals in die Deutschschweiz: nach Zürich, in die Photobastei, mitten ins ehemalige Arbeiter:innenquartier der Stadt.
Die Ausstellung beleuchtet ein Kapitel der Schweizer Geschichte, das lange im Schatten stand und dessen Folgen bis in die Gegenwart reichen.
Über Jahrzehnte waren Saisonniers in der Schweiz als Arbeitskräfte willkommen, nicht aber als Menschen. Einer rigiden Aufenthaltsbewilligung unterstellt, arbeiteten sie auf unzähligen Baustellen, in Landwirtschaftsbetrieben, Privathaushalten oder im Gastgewerbe und trugen mit ihrer Arbeit massgeblich zum Schweizer Wirtschaftsboom der Nachkriegszeit bei. Dies meist entfernt von ihren Familien, stets ohne Sicherheit, den Launen der Arbeitger:innen und Migrationsbehörden ausgeliefert. In Baracken und behelfsmässigen Unterkünften untergebracht, lebten und arbeiteten sie oft auch fern von der übrigen Gesellschaft – eine Realität, die sich in anderer Form bis heute fortsetzt.
Die Ausstellung widmet sich den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Saisonniers in der Schweiz und fragt nach den Bezügen zur heutigen Arbeits- und Migrationspolitik. Historische Dokumente, Interviews, Bild- und Filmmaterial lassen persönliche Geschichten und gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar werden.
Konzipiert
und erstmals gezeigt wurde die Ausstellung in Genf 2019. Der grosse Publikumserfolg führte dazu,
dass sie drei Jahre später vom Neuen Museum Biel übernommen, auf den Bieler Kontext adaptiert
und erweitert wurde. Auch in Biel war die Ausstellung ein grosser Erfolg. Nun ist sie zum ersten Mal in
der Deutschschweiz zu sehen: Der Verein histoire publique passte sie auf die Zürcher Verhältnisse an
und bringt die Ausstellung in die Zürcher Photobastei, gleich neben dem Hauptbahnhof, begleitet von
einem vielfältigen
Anreise
Photobastei, Sihlquai 125
8005 Zürich
Tram und Bus bis Limmatplatz
Öffnungszeiten
Mittwoch & Sonntag: 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Donnerstag bis Samstag: 12.00 bis 21.00 Uhr
Führungen
Führungen für Gruppen und Schulklassen auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.
Anfragen unter:
Produktion
histoire publique (Zürich) in Kooperation mit den Archives contestataires, dem Collège du travail, und Rosa Brux (Genf). Die Zürcher Fassung der Ausstellung basiert auf einer Ausstellung, die auf Initiative der Stadt Genf entstand und durch das Neue Museum Biel (NMB) erweitert wurde.
Unterstützer:innen und Kooperationspartner:innen
Beitragsfonds der Stadt Zürich, Ernst Göhner-Stiftung, Fachstelle Integration Kanton Zürich, Fachstelle Rassismusbekämpfung EDI, Filmpodium Zürich, Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich, Migros Kulturprozent, Migros Engagement, Paul Schiller Stiftung, Photobastei, Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft, Schweizerisches Sozialarchiv Zürich, Stiftung für die Arbeit der Frauen, Radio LoRa, Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Stiftung Temperatio, UNIA Migration Zürich/Schaffhausen, Verein Zethno, Wochenzeitung WOZ.
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