Es ist eine Tatsache, dass die Bertrams Heatec AG vor acht Jahren in einem gesunden, vitalen Zustand zum Linde-Konzern wechselte. Es fällt auf, dass in den letzten drei bis vier Jahren die Umsätze unter der vom Linde-Konzern eingesetzten Geschäftsleitung signifikant einbrachen. Linde hatte aber ein rentables und erfolgreiches Unternehmen gekauft. Nach Einschätzung der Angestellten Schweiz wurde es durch unverhältnismässige Gemeinkostenabführungen und auferlegte Strategiewechsel ausgeblutet.
Die Mitarbeitenden waren für Bertrams Heatec AG sogar in den letzten Wochen und Tagen noch erfolgreich am Markt tätig und akquirierten Kunden und Aufträge. Man muss sich nun fragen: wofür?
Die Angestellten Schweiz können sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Abwicklung der Bertrams Heatec AG nicht mit offenen Karten gespielt wird. Zwei Punkte fallen auf:
- Hätte man die Bertrams Heatec AG Konkurs gehen lassen, hätte die häufig genutzte Möglichkeit bestanden, im Rahmen einer Nachlassstundung einen Neubeginn zu versuchen. Dabei können allerdings Fehler der Vergangenheit sichtbar werden.
- Es gibt Kaufinteressenten. Wieso will Linde lieber Werte vernichten als an einem Verkauf noch verdienen?
Ein Engineering-Unternehmen besteht hauptsächlich aus Know-how, Goodwill und Mitarbeiterloyalität. Dieses in Jahrzehnten aufgebaute Kapital soll nun unwiederbringlich ausgelöscht werden.
Linde hat in der jüngsten Vergangenheit durchaus Töchter verkauft, z. B. noch im November 2015 das „marine fuel and bunkering business“ von der Linde Cryo an die MAN.
Die Angestellten Schweiz fordern das Linde-Management auf, die Gründe offen zu legen, warum es nicht bereit ist, den Betrieb Bertrams Heatec AG zu verkaufen.
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