Gemäss einer vom Bundesamt für Gesundheit durchgeführten Befragung zur Gesundheitskompetenz der Schweizer Wohnbevölkerung bestehen Schwierigkeiten vor allem im Bereich der Krankheitsprävention und bei der Auswahl von Behandlungen im Krankheitsfall. Wie in den anderen europäischen Ländern, die dieselbe Befragung durchgeführt haben, hängt die Gesundheitskompetenz auch in der Schweiz stark vom Bildungsniveau und von der finanziellen Situation der Personen ab. Laut der Studie sind Personen mit hoher Gesundheitskompetenz zudem gesünder.
Für die Mitglieder der Allianz Gesundheitskompetenz zeigen diese Resultate, dass in der Schweiz weiterhin Massnahmen zur Verbesserung der Situation erforderlich sind. Die Massnahmen müssen zudem auf die Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen abgestimmt sein. Die Allianz begrüsst daher insbesondere, dass sie sich nun bei ihren Initiativen auf aktuelle Daten stützen kann, die in den drei Sprachregionen des Landes gesammelt wurden. Denn bis anhin waren kaum Daten über die Situation in der Schweiz verfügbar.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 weist die Allianz auf die Problematik und die Herausforderungen infolge einer unzureichenden Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung hin. Sie hat an einem Bericht über die Gesundheitskompetenz mitgewirkt, den die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) 2015 veröffentlicht hat. Jüngst hat die Allianz eine Broschüre herausgegeben, die zeigt, auf welche Arten die Gesundheitskompetenz in verschiedenen Bereichen verbessert werden kann. 2012 und 2015 verlieh sie zudem den Gesundheitskompetenzpreis, mit dem sie Initiativen auszeichnet, die bei der Förderung der Gesundheitskompetenz in der Schweiz innovative Wege gehen. Die dritte Ausschreibung des Gesundheitskompetenzpreises ist lanciert. Die Eingabefrist für Projekte läuft bis zum 27. Juni 2016.
Medienkontakt:
Corina Wirth
Sekretariat Allianz Gesundheitskompetenz
031 389 92 74
corina.wirth@public-health.ch



