Alkohol-Messgeräte im TCS Test: Wenig überzeugende Resultate

13.12.2016 | 09:58 Uhr | Touring Club Suisse (TCS)

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


13.12.2016, Alkoholkonsum und Führen eines Fahrzeugs sind keine gute Kombination. 2015 wurden in der Schweiz mehr als 1‘500 alkoholbedingte Verkehrsunfälle verzeichnet. Kurz vor den Feiertagen hat der TCS 10 Alkohol- Messgeräte getestet, die in der Schweiz erhältlich sind. Das Ziel des Tests: Die Verlässlichkeit der angezeigten Resultate durch Vergleich mit einer Blutprobe zu untersuchen.

Immer mehr, immer modernere und immer durchdachtere Alkohol-Messgeräte sind in der Schweiz erhältlich. So ist es heute sehr einfach, ein entsprechendes Produkt in den grossen Webshops, auf spezialisierten Internetseiten oder auch in Apotheken zu kaufen. Die Preise bewegen sich dabei zwischen CHF 3.50 und mehreren Hundert Franken. Die im Test verwendeten Geräte können in zwei Gruppen unterteilt werden: Chemisch und elektronisch. Die chemischen Messgeräte sind Einweg-Produkte und zeigen das Resultat durch die Verfärbung von Kristallen an. Die elektronischen Testgeräte sind mehrfach verwendbar und zeigen die Resultate als Zahlenwert an. Für einige von ihnen wurden sogar eigene Smartphone-App’s entwickelt.

Testanordnung
Am Test nahmen 9 Personen teil – 4 Frauen und 5 Männer. Für alle Probanden wurde unter Berücksichtigung von Geschlecht und Gewicht rechnerisch die Menge Alkohol bestimmt, welche einen Alkoholisierungsgrad von 0,25 mg/l (was 0,5 Promillen entspricht) auslöst. In einem ersten Test nahmen die Probanden genau diese berechnete Menge Alkohol zu sich. Danach wurden mit allen Alkoholmessgeräten der Blutalkoholwert gemessen. Um die erzielten Resultate der Messgeräte mit dem tatsächlichen Blutalkoholwert zu vergleichen und analysieren zu können, wurde direkt anschliessend von Aerzten des Centre Universitaire Romand de Médecine Légale (CURML) eine Blutprobe entnommen. Beim zweiten Alkoholtest wurde dasselbe Vorgehen wiederholt, diesmal jedoch mit einer Alkoholdosis, die einen Alkoholisierungsgrad von klar mehr als 0,25 mg/l auslösen sollte.

Enttäuschende Resultate
Von den 10 getesteten Messgeräten erwiesen sich nur 4 als «zufriedenstellend», 2 erhielten das Prädikat «genügend» und 4 wurden als «ungenügend» beurteilt. Die chemischen Modelle vermochten nicht zu überzeugen, da ihre Anwendung nicht einfach ist. Ablesen und Interpretieren des Resultats erwiesen sich für einen Erstanwender als schwierig. Dem gegenüber waren die Resultate der elektronischen Geräte sehr unterschiedlich: Einige zeigten Werte an, die denen der Blutprobe sehr nahe kamen, andere zeigten jedoch beträchtliche Abweichungen. Die elektronischen Testgeräte bleiben dennoch das einfachste und schnellste Mittel, um die Alkoholisierung zu messen. Allerdings garantiert ihr Preis nicht gleichzeitig Zuverlässigkeit, was sich beim Test ebenfalls herausstellte. Trotzdem können diese Geräte im Zweifelsfall nützlich sein. Sie vermögen aber keinesfalls die Fahrtüchtigkeit zu garantieren. Die einfachste Regel ist und bleibt: Wer trinkt, fährt nicht.

Es ändert sich die Messeinheit, nicht das Gesetz
Alkoholtest wie auch Alkohol-Messgeräte (verwendet durch die Ordnungskräfte) werden zukünftig die Resultate in Milligramm Alkohol pro Liter Luft (mg/l) anzeigen. Diese neue Messeinheit bringt jedoch weder eine Änderung der zulässigen Alkoholmenge im Strassenverkehr, noch der gesetzlichen Strafdrohung mit sich. Den aktuellen Grenzwerten von 0.5 und 0.8 Promille (Alkoholgehalt im Blut) werden 0.25 und 0.4 mg/l (Alkohol in der ausgeatmeten Luft entsprechen.


Medienkontakt:
Daniel Graf
Tel +41 58 827 34 41
Fax +41 58 827 50 26
daniel.graf@tcs.ch


Vollständiger Artikel auf Tcs.ch

--- ENDE Pressemitteilung Alkohol-Messgeräte im TCS Test: Wenig überzeugende Resultate ---



Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Touring Club Suisse (TCS):

Seit seiner Gründung 1896 in Genf steht der Touring Club Schweiz im Dienst der Schweizer Bevölkerung. Er engagiert sich für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung in der persönlichen Mobilität, politisch wie auch gesellschaftlich. Mit über 2000 Mitarbeitenden und 23 regionalen Sektionen bietet der grösste Mobilitätsclub der Schweiz seinen über 1,6 Millionen Mitgliedern eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit und Freizeitaktivitäten an.

Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 361'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 63'000 Hilfeleistungen, darunter 3500 medizinische Abklärungen und über 1300 Repatriierungen. TCS Ambulance ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 400 Mitarbeitenden, 22 Logistikbasen und rund 45'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 52'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte.

Seit 1908 setzt sich der TCS ein für mehr Sicherheit in der Mobilität – möglich dank der Mitgliedschaft. Er entwickelt Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen, testet Mobilitätsinfrastrukturen und berät Behörden. Der TCS verteilt jedes Jahr rund 115'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich.

Mit 32 Plätzen und rund 900'000 Logiernächten ist der TCS auch der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 43’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.



Weiterführende Informationen:
  Touring Club Suisse (TCS) (Firmenporträt)




Help.ch

Ein Angebot von HELP.ch


Swiss-Press.com ist ein Angebot von www.help.ch und die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen aus der Schweiz. HELP.ch sorgt für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.

Medienpräsenz mit «Aktuelle News»: Nutzen Sie das Netzwerk von «Aktuelle News», um Ihre Presse- und Medienmitteilungen, Events und Unternehmensnews gezielt zu verbreiten.

Ihre Inhalte werden über News-Sites, Google, Social Media und Online-Portale einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zum Netzwerk gehören führende Presseportale wie Aktuellenews.ch, News.help.ch, Swiss-Press.com und Tagesthemen.ch, Eventportale wie Eventkalender.ch und Swisskalender.ch sowie Online-TV-Plattformen wie Aktuellenews.tv und Handelsregister.tv. Insgesamt stehen über 30 Publikationskanäle zur Verfügung, um Ihre Mitteilungen optimal zu platzieren.