AgriAqua: Neues Spin-off für bessere Wassernutzung in Landwirtschaft

17.06.2026 | 14:08 Uhr | Berner Fachhochschule

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


Berner Fachhochschule
Bildrechte: Berner Fachhochschule (BFH)
Fotograf: Andrea Marti

17.06.2026, Wasser wird angesichts des Klimawandels immer wertvoller. Das an der BFH-HAFL entwickelte Bewässerungsnetz unterstützt landwirtschaftliche Betriebe dabei, Wasser gezielt und ressourcenschonend einzusetzen. Damit Landwirtinnen und Landwirte weiterhin verlässlich auf die Bodenfeuchte-Daten zugreifen können, wird das System in die neue AgriAqua AG überführt.

Wasser ist ein wertvolles Gut – insbesondere angesichts des Klimawandels. Die Schweizer Landwirtschaft kann für den nachhaltigen Umgang mit Wasser auch künftig auf verlässliche Bodenfeuchte-Daten zurückgreifen: Das bewährte «bewaesserungsnetz.ch», das an der BFH-HAFL entwickelt wurde, wird in die neu gegründete AgriAqua AG überführt. Die AgriAqua AG ist damit das neuste BFH-Spin-off.

Für Landwirtinnen und Landwirte wird ein nachhaltiger und verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser immer wichtiger. Im Gemüse- und Ackerbau muss aufgrund des Klimawandels in Zukunft mit höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen im Sommer gerechnet werden - dadurch steigt der Bewässerungsbedarf. Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL hat mit Partnern ein schweizweites Bodenfeuchtigkeitsmessnetz aufgebaut mit aktuell rund 250 Sondenstandorten (www.bewaesserungsnetz.ch).

Bewässerungsmanagement wird gestärkt

Seit 2016 liefert «bewaesserungsnetz.ch» digital gesammelt verlässliche und spezifische Bodenfeuchte-Daten für die Standorte. Da immer mehr landwirtschaftliche Betriebe digitale Unterstützung nutzen, um Wasser gezielt und ressourcenschonend einzusetzen, wird nun das Angebot und dessen Weiterentwicklung langfristig gesichert: «bewaesserungsnetz.ch» geht darum in die neu gegründete AgriAqua AG über. Das bisherige Team bleibt bei AgriAqua AG im Einsatz. Mit Silke Fieseler-Hein übernimmt eine erfahrene Persönlichkeit mit einem breiten Netzwerk in der Schweizer Landwirtschaft die Geschäftsführung.

Mit dem neuen Spin-off an der BFH-HAFL baut die Berner Fachhochschule ihr vielfältiges Portfolio an Spin-offs aus und zeigt ihre Stärke in ihrem strategischen Schwerpunkt «Nachhaltige Entwicklung» und als unternehmerische Hochschule.

Verlässliche Daten für die Betriebe

Für landwirtschaftliche Betriebe ändert sich mit der neuen Organisationsform nichts: Die Informationen aus den eigenen Bodenfeuchtesensoren bleiben kostenlos, zeitlich unbegrenzt und im bisherigen Umfang verfügbar. «Für die Betriebe ist entscheidend, dass sie sich weiterhin auf die Daten von ihren Sonden verlassen können. Diese Verlässlichkeit sichern wir mit der neuen Struktur», sagt Andreas Keiser, Dozent für Ackerbau und Pflanzenzüchtung an der BFH-HAFL, Initiator des Bewässerungsnetzes und neuer Präsident des Verwaltungsrats der AgriAqua AG.

Neuer Mehrwert für Praxis, Beratung und Behörden

Neu sollen auf Basis der vorhandenen Daten zusätzliche Auswertungen entstehen – etwa regionale Übersichten zur Wassersituation oder kulturspezifische Analysen. Diese richten sich an Landwirtschaft, Beratung und kantonale Stellen und unterstützen fundierte Entscheidungen im Wassermanagement. Stéphane Teuscher, Leiter der Abteilung Dienstleistungen & Beratung innerhalb des Vereins Prométerre im Kanton Waadt mit dem dichtesten Sondennetz, hält fest: «Das Bewässerungsnetz liefert wertvolle Einblicke in die Wassersituation der Betriebe und hilft, Wasser gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen.»

Breit abgestützt – stark vernetzt

Die AgriAqua AG wird von einer breit abgestützten Partnergemeinschaft aus Landwirtschaft, Beratung, Forschung und öffentlicher Hand getragen. Dazu gehören die BFH-HAFL, über 70 Sondenbesitzer*innen aus der Landwirtschaft, die Schweizer Agrarmedien AG, IP-SUISSE, Prométerre, der Berner Bauern Verband, der Solothurner Bauernverband, die Gemüseproduzentenvereinigung Zürich und angrenzender Gebiete, das Bewässerungsprojekt ArroBroye, ProAgricultura, das landwirtschaftliche Kompetenzzentrum Grangeneuve sowie die Kantone Waadt, Freiburg, Thurgau, Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und St. Gallen. Diese breite Verankerung gewährleistet eine praxisnahe, regional abgestützte und gleichzeitig national ausgerichtete Weiterentwicklung der AgriAqua AG.

Kontakte

Prof. Dr. Andreas Keiser, Doz. Ackerbau, Pflanzenzüchtung
andreas.keiser@bfh.ch

Dr. Silke Fieseler-Hein, Geschäftsleiterin AgriAqua
silke.fieseler-hein@bfh.ch



--- ENDE Pressemitteilung AgriAqua: Neues Spin-off für bessere Wassernutzung in Landwirtschaft ---



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32 Bachelor- sowie 27 Masterstudiengänge, fundierte Forschung, Dienstleistungen und ein breites Weiterbildungsangebot prägen ihr Profil: praxisnah, interdisziplinär und in einem internationalen Kontext.

Die sieben Departemente sind an verschiedenen Standorten in Bern, Biel, Burgdorf und Zollikofen untergebracht. Die BFH nimmt Studierende aus der ganzen Welt auf.


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Quellen:
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