Frau Katie Hood, CEO, Michael J. Fox Stiftung: „Parkinson-Patienten berichten, dass die Nebenwirkungen der Levodopa-Therapie einer der schwierigsten Lebensaspekte der Krankheit sind. Wir glauben, dass ADX48621 das Potenzial hat, die Lebensqualität von Patienten, die unter der Langzeitnebenwirkung der Dopamin-Ersatztherapie leiden, zu verbessern. ADX48621 zielt einen Molekular-Mechanismus an, in die unsere Stiftung seit 2005 investiert. Wir sind begeistert, dass wir diese klinische Entwicklung sowie auch die Hoffnung die sie den Patienten bringen kann, unterstützen.“
ADX48621 ist ein negativ allosterischer Modulator (NAM) des metabotropen Glutamatrezeptors 5 (mGluR5). Es wurden bereits Phase-I-Tests in drei Studien mit 130 Patienten, einschliesslich älterer Probanden, abgeschlossen. Der Start einer Phase-II- Studie für die Behandlung von PD-LID mit ADX48621 in den USA und in Europa wird im vierten Quartal 2010 erwartet.
„Wir sind geehrt, die Unterstützung für die Weiterentwicklung von ADX48621 von der Michael J. Fox Stiftung zu erhalten“, erklärte Vincent Mutel, CEO, Addex Pharmaceuticals. „Die Senkung der zwei grössten LID-Komponenten, die nach der Verabreichung von ADX48621 in nicht-menschlichen Primaten beobachtet wurde, ist von anderen vermarkteten oder in der Entwicklung stehenden Medikamenten noch nicht berichtet worden. Deshalb glauben wir, dass es das erste Medikament sein könnte, welches LID- Symptome beseitigt.“
Levodopa- und Dopamin-Agonisten behandeln effektiv die Vorzeichen und Symptome der Parkinson-Krankheit. Jedoch erscheinen nach der Langzeitbehandlung mit Levodopa Nebenwirkungen, insbesonders Levodopainduzierte Dyskinesie oder LID, die durch unnormale und unwillkürliche Bewegungen gekennzeichnet sind. Statistiken belegen, dass die Hälfte der Patienten in den ersten fünf Jahren der Behandlung LID entwickeln. Die zwei Hauptkomponenten der LID sind Chorea und Dystonie. Chorea zeichnet sich durch unwillkürliche Bewegungen aus. Dystonie manifestiert sich als langsame und verlängerte Muskelverkrampfungen, die auch schmerzhaft sein können.
Zusätzlich zu der Verringerung von Chorea, das stereotypische Zittern das mit PD Patienten verbunden wird, ist ADX48621 der erste Arzneimittelkandidat, der die Dystonie in dem nicht-menschlichen Primatenmodell MPTP für PD-LID effektiv verringert hat.
Die mGluR5-Inhibition reduziert die Signal-Aktivität des Neurotransmitters Glutamat. Der Verlust von Dopamin produzierenden Zellen, der als Folge der Parkinson-Krankheit beobachtet wird, leitet zu einer übermässigen glutamatergen Stimulation in der striatopallidalen Verbindung im Gehirn. Die mGluR5 werden in grosser Zahl im Striatum gefunden. Weil die meisten PD-Medikamente auf dem dopaminergen System ansetzten, könnte die mGluR5-Inhibition eine neuartige und komplementäre Behandlung für PD und PD-LID anbieten. In der Tat zeigen veröffentlichte Forschungsarbeiten, dass ADX48621 und andere mGluR5-Inhibitoren LID in Parkinsons-Krankheit- Tiermodellen reduziert haben und anti- parkinsonische Effekte erzeugten. Zusätzlich hat eine kleine klinische Studie gezeigt, dass mGluR5-Inhibition LID-Symptome in Menschen reduzierte.
The Michael J. Fox Stiftung wurde im Jahr 2000 gegründet. Die Michael J. Fox Stiftung zur Parkinson Erforschung ist dazu bestimmt, die Entwicklung von Heilungsmethoden für die Parkinson-Krankheit durch ein aggressives Förderungsprogramm zu gewährleisten. Die Stiftung hat bislang fast 200 Millionen $ in diese Forschung investiert.
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