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Erste Group: Höhere Betriebserträge und niedrigere Kosten führen im 1. Halbjahr 2010 zu einem Gewinn von EUR 472 Mio
„Die Erste Group hat ihren erfolgreichen Start in das Jahr 2010 fortgesetzt. Unterstützt
wurden wir dabei durch ein hervorragendes Betriebsergebnis, das im zweiten Quartal
wieder über EUR 1 Mrd lag, die weitere Stabilisierung der Risikokosten und die
allmähliche Verbesserung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten in Zentral- und
Osteuropa“, erklärte Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group Bank AG,
anlässlich der Präsentation der Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010. „Trotz
erheblichen Gegenwinds durch internationale Währungsschwankungen, die Bedenken bezüglich
der Staatsfinanzen in Südeuropa und der Verunsicherung im Zusammenhang mit den
europäischen Banken-Stresstests, war die Qualität unseres Geschäftsmodells für das
Erreichen eines soliden Nettoergebnisses erneut ausschlaggebend", so Treichl
weiter. „Unser Engagement für die Realwirtschaft verhalf uns zu einem
steigenden Zinsergebnis und stabilen Margen; gleichzeitig stieg auch der
Provisionsüberschuss stark, während wir die Kosten in unserer gesamten Region weiterhin
gut im Griff hatten. Das Bestehen des EU-weiten Banken-Stresstests trotz der Anwendung
härterer makroökonomischer Annahmen rundete unsere solide Performance ab", erklärte
Treichl abschliessend.
- Die Erste Group hat ihren erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr 2010 fortgesetzt
und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2010 ein starkes Betriebsergebnis in der Höhe von
EUR 1.991,4 Mio (12,1% über H1 2009) sowie einen Nettogewinn von EUR 471,9 Mio (4,1%
unter H1 2009). Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich deutlich auf 48,8% (H1
2009: 52,5%).
- Rekordbetriebserträge von EUR 3.889,8 Mio (+4,1%) und ein Rückgang des
Betriebsaufwands auf EUR 1.898,4 Mio (-3,2%) haben zu dem starken Betriebsergebnis
geführt. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 7,2% auf EUR 2.684,8 Mio. Dieser Anstieg
erklärte sich mit der Verbesserung der Zinsmarge auf 3,04% (H1 2009: 2,92%). Der
Provisionsüberschuss verzeichnete in H1 2010 mit EUR 965,0 Mio (+8,6% über Vorjahr)
einen starken Anstieg. Dafür verantwortlich waren erhöhte Provisionseinnahmen aus dem
Wertpapiergeschäft und aus dem Zahlungsverkehr. Das Handelsergebnis sank gegenüber dem
hervorragenden Vorjahreswert um 30,0% auf EUR 240,0 Mio.
- Die Risikokosten stiegen auf EUR 1.084,2 Mio bzw. 167 Basispunkte des
durchschnittlichen Kundenkreditbestands (H1 2009: EUR 892,1 Mio bzw. 141 Basispunkte).
Allerdings verlangsamte sich der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr signifikant auf 21,5%.
- Nach der starken Abschwächung des Wachstums im zweiten Halbjahr 2009 blieb der
NPLZuwachs auch im ersten Halbjahr 2010 auf dem niedrigeren Niveau der beiden
Vorquartale. Damit erreichte die NPL-Quote gemessen an den Kundenkrediten 7,3% (30. Juni
2009: 5,9%). Die NPLDeckungsquote verbesserte sich signifikant auf 59,7% (30. Juni 2009:
55,2%).
- Der Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten1 sank im ersten Halbjahr 2010
trotz solider Beiträge der tschechischen, slowakischen und österreichischen
Tochterbanken um 4,1% von EUR 492,1 Mio auf EUR 471,9 Mio. Die Cash-
Eigenkapitalverzinsung verminderte sich aufgrund der stark erweiterten Kapitalbasis von
9,7% im Gesamtjahr 2009 auf 7,5%.
- Die Bilanzsumme stieg seit Jahresanfang deutlich um 3,7% auf EUR 209,1 Mrd. Dies
resultierte vor allem aus gestiegenen Zwischenbankgeschäften und
Wertpapierveranlagungen, die durch das starke Wachstum bei den Kundeneinlagen (seit
Jahresanfang +4,0% auf EUR 116,6 Mrd) unterstützt wurden. Das Kredit-Einlagen-Verhältnis
betrug 112,4% (Jahresende 2009: 115,3%).
- Das Eigenkapital2 der Erste Group wurde im ersten Halbjahr 2010 durch unterjährige
Gewinne und eine positive Bewegung in der AfS-Rücklage weiter gestärkt; es stieg um EUR
0,2 Mrd auf EUR 12,9 Mrd. Einhergehend mit einem stagnierenden Kreditwachstum fielen die
risikogewichteten Aktiva von EUR 106,4 Mrd zum Jahresende 2009 auf EUR 104,9 Mrd. Vor
Einbeziehung des unterjährigen Gewinns ergab dies eine Tier 1-Quote (bezogen auf das
Kreditrisiko) von 11,2% (Ende 2009: 10,8%) und eine Core Tier 1-Quote (bezogen auf das
Gesamtrisiko) von 8,6% (Ende 2009: 8,3%).
Zusammenfassung der Erfolgsentwicklung
Das Betriebsergebnis stieg im ersten Halbjahr 2010 auf EUR 1.991,4 Mio (+12,1% gegenüber
EUR 1.776,4 Mio im ersten Halbjahr 2009). Dazu trugen vor allem Zuwächse im Zins- und
Provisionsergebnis sowie ein sinkender Verwaltungsaufwand bei. Zu einem Rückgang kam es
beim Handelsergebnis.
Insgesamt stiegen die Betriebserträge um 4,1% auf EUR 3.889,8 Mio (nach EUR 3.736,6 Mio
im ersten Halbjahr 2009). Dies resultierte in erster Linie aus dem höheren Zinsergebnis
(+7,2% auf EUR 2.684,8 Mio) sowie dem verbesserten Provisionsüberschuss (+8,6% auf EUR
965,0 Mio). Beim Handelsergebnis gab es einen Rückgang um 30,0% auf 240,0 Mio. Die
Reduktion der Verwaltungsaufwendungen von EUR 1.960,2 Mio um 3,2% auf EUR 1.898,4 Mio
beeinflusste dieses Ergebnis ebenfalls wesentlich. Dementsprechend verbesserte sich die
Kosten-Ertrags-Relation auf 48,8% (erstes Halbjahr 2009: 52,5%).
Der Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten sank um 4,1% von EUR 492,1 Mio auf
EUR 471,9 Mio. Die Cash-Eigenkapitalverzinsung, d.h. die Eigenkapitalverzinsung
bereinigt um nicht auszahlungswirksame Positionen, wie Goodwillabschreibungen und die
lineare Abschreibung für den Kundenstock, sank von 9,7% (ausgewiesener Wert: 9,1%) im
Jahr 2009 auf nunmehr 7,5% (ausgewiesener Wert: 7,2%). Dies war vor allem auf die
Ausweitung der Eigenkapitalbasis um knapp 50% (Eigenkapital im ersten Halbjahr 2009: EUR
8,8 Mrd, im ersten Halbjahr 2010: EUR 13,1 Mrd) im vergangenen Jahr zurückzuführen. Der
Cash-Gewinn je Aktie lag im ersten Halbjahr 2010 mit EUR 1,13 (ausgewiesener Wert: EUR
1,07) unter jenem des ersten Halbjahres 2009 (EUR 1,41; ausgewiesener Wert: 1,35). Auch
hier wirkte sich die breitere Kapitalbasis aus.
Die Bilanzsumme ist seit dem Jahresende 2009 um 3,7% auf EUR 209,1 Mrd angestiegen.
Passivseitig war dies hauptsächlich eine Folge des starken Anstiegs bei den
Kundeneinlagen, der aktivseitig zu einem Anstieg bei Zwischenbankgeschäften und
Wertpapierveranlagungen führte. Bei einem leichten Rückgang der risikogewichteten Aktiva
verbesserte sich die Eigenmittelquote von 12,7% zum Jahresende 2009 auf 12,9% per 30.
Juni 2010. Sie lag damit weiterhin komfortabel über dem gesetzlichen Mindesterfordernis
von 8,0%. Die Tier 1-Quote, bezogen auf das Kreditrisiko, betrug zum 30. Juni 2010 11,2%
(nach 10,8% Ende 2009).
blick
Die am besten entwickelten Märkte der Erste Group in Zentral- und Osteuropa, wie
Österreich, Tschechien, die Slowakei und Ungarn haben die Rezession erfolgreich hinter
sich gelassen und erwarten für 2010 leichtes Wachstum. In diesen Ländern wird die
wirtschaftliche Erholung zunächst eher durch Exporte als durch Inlandsnachfrage
getrieben. In Rumänien wird die Erholung noch etwas auf sich warten lassen, wobei mit
einem Wachstum nicht vor 2011 gerechnet wird. Dementsprechend wird im laufenden Jahr
kein signifikantes Kreditwachstum in Zentral- und Osteuropa erwartet. Dennoch sollte die
Verbesserung des Geschäftsumfelds – wenn auch nur allmählich – positive Auswirkungen auf
die Kreditqualität haben. Als Folge dessen erwartet die Erste Group, dass die
Risikokosten 2010 auf dem Niveau des Vorjahres erharren werden.
Die Erste Group hat sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ausserordentlich gut
geschlagen. Sie ist weiterhin deal positioniert um von den zukünftigen Wachstumschancen
in Zentral- und Osteuropa zu profitieren.
süberschuss: +7,2% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009
Der Zinsüberschuss stieg von EUR 2.505,3 Mio im ersten Halbjahr 2009 um 7,2% auf EUR
2.684,8 Mio. Ausschlaggebend dafür war die Verbesserung der Zinsspanne (Zinsüberschuss
in Prozent der durchschnittlichen zinstragenden Aktiva). Diese stieg von 2,92% im ersten
Halbjahr 2009 auf 3,04% im ersten Halbjahr 2010 – vor allem im Österreichgeschäft (von
1,91% auf 2,00%), in Zentral- und Osteuropa war sie nahezu unverändert (von 4,55% auf
4,57%).
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010 um 8,6% von EUR 888,2 Mio
auf EUR 965,0 Mio. Diese Entwicklung war insbesondere auf Zuwächse im Wertpapiergeschäft
der EB Oesterreich und der Sparkassen im Haftungsverbund sowie im
Zahlungsverkehrsgeschäft der CEE-Töchter
zurückzuführen. Wie schon in den Vorperioden, setzte das
Versicherungsvermittlungsgeschäft seine gute Performance fort.
Handelsergebnis: -30,0% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 Da die Rückgänge im
Wertpapierhandel (um 48,3 % auf EUR 88,5 Mio) sowie im Devisen und Valutenhandel
(um 17,4% auf EUR 110,8 Mio) durch die Zuwächse im Handel mit Derivaten (um 7,8% auf EUR
40,7 Mio) nicht kompensiert wurden, blieb das Handelsergebnis im ersten Halbjahr 2010
mit EUR 240,0 Mio unter dem überdurchschnittlichen Niveau des Vorjahres in Höhe von EUR
343,1 Mio.
Die Verwaltungsaufwendungen wurden um 3,2% bzw. währungsbereinigt um 4,7% von EUR 1.960,2
Mio auf EUR 1.898,4 Mio gesenkt. Der Personalaufwand verringerte sich um 3,0% bzw.
währungsbereinigt um 4,1% von EUR 1.124,2 Mio auf EUR 1.091,0 Mio. Positiv wirkten sich
hier die in 2009 umgesetzten Effizienzsteigerungsmassnahmen aus, die im Jahresvergleich
zu einem Rückgang des Personalstandes vor allem bei den Sparkassen und in der Erste Bank
Oesterreich um 2,4% führten. Auch in Zentral- und Osteuropa, und hier vor allem in
der Slowakei, kam es aus diesem Grund zu Rückgängen.
Der Sachaufwand sank im ersten Halbjahr 2010 um 6,1% bzw. währungsbereinigt um 8,1% von
EUR 656,7 Mio auf EUR 616,4 Mio. Dabei konnten Einsparungen vor allem im Bereich der
Rechts- und Beratungskosten, der EDV-Kosten sowie bei den personalabhängigen Kosten
erzielt werden.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen im ersten Halbjahr 2010 um 6,5% oder
währungsbereinigt um 4,4% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von EUR 179,3
Mio auf EUR 191,0 Mio.
Betriebsergebnis: +12,1% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009
Der Anstieg der Betriebserträge um 4,1% von EUR 3.736,6 Mio auf EUR 3.889,8 Mio und die
Reduktion der Verwaltungsaufwendungen um 3,2% von EUR 1.960,2 Mio auf EUR 1.898,4 Mio
führten zu einer Steigerung des Betriebsergebnisses von EUR 1.776,4 Mio im ersten
Halbjahr 2009 um 12,1% auf EUR 1.991,4 Mio im ersten Halbjahr 2010.
Risikovorsorgen: +21,5% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009
Die Risikovorsorgen, d.h. der Saldo aus der Dotierung bzw. Auflösung von Vorsorgen für
das Kreditgeschäft sowie Aufwendungen aus Direktabschreibung von Forderungen und Erträge
aus Eingängen bereits abgeschriebener Forderungen, stiegen im Jahresvergleich um 21,5%
von EUR 892,1 Mio auf EUR 1.084,2 Mio. Im ersten Halbjahr 2010 betrugen die Risikokosten
bezogen auf die durchschnittlichen Kundenforderungen 167 Basispunkte (erstes Halbjahr
2009: 141 Basispunkte).
Sonstiger betrieblicher Erfolg: -81,5% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009
Der sonstige betriebliche Erfolg verschlechterte sich von EUR -87,5 Mio im ersten
Halbjahr 2009 auf EUR -158,8 Mio im ersten Halbjahr 2010. Im Wesentlichen sind in dieser
Position die lineare Abschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen (Kundenstock)
im Ausmass von EUR 35,0 Mio sowie die Aufwendungen für Einzahlungen in
Einlagensicherungssysteme in Höhe von EUR 29,3 Mio enthalten. Darüber hinaus wurden im
ersten Halbjahr 2010 Bewertungsvorsorgen für EDV-Projekte, das Leasing- Portfolio der
BCR sowie Rückstellungen für Rechtsfälle über insgesamt EUR 32,6 Mio vorgenommen. Im
zweiten Quartal 2010 wurden weitere EUR 30,0 Mio für potenzielle Aufwendungen, wie z.B.
die Bankensteuer in Ungarn rückgestellt.
Ergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten
Erfreulich entwickelte sich der Gesamtsaldo aus allen Kategorien der finanziellen
Vermögenswerte, da sich das negative Ergebnis des ersten Halbjahres 2009 (EUR -31,7 Mio)
auf EUR 16,4 Mio im ersten Halbjahr 2010 verbesserte. Hauptverantwortlich hierfür waren
Verkaufsgewinne bei Aktien und Staatsanleihen im AfS-Bestand. Darüber hinaus wirkten
sich Verkaufsgewinne von Wertpapieren im HtM-Bestand der Èeská spoøitelna mit EUR 4,4
Mio positiv auf den Gesamtsaldo aus.
Der Marktwert des ABS/CDO-Portfolios der Erste Group einschliesslich der Sparkassen
betrug zum 30. Juni 2010 unverändert zum Jahresende 2009 rund EUR 1,9 Mrd. Im ersten
Halbjahr 2010 ergab sich im Fair Value-Bestand eine erfolgswirksame Bewertung von EUR
12,8 Mio (erstes Halbjahr 2009: EUR -50,0 Mio). Im Available for Sale-Bestand führte die
Mark-to-Market-Bewertung im ersten Halbjahr 2010 zu einem – gegen das Kapital
verrechneten – Anstieg um EUR 11,2 Mio (im ersten Halbjahr 2009 Rückgang um EUR 43,0
Mio).
Periodenüberschuss und Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten
Der Periodenüberschuss vor Steuern des fortzuführenden Geschäftsbereichs blieb gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit EUR 764,8 Mio nahezu unverändert.
Der Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten reduzierte sich gegenüber dem ersten
Halbjahr 2009 um 4,1% von EUR 492,1 Mio auf EUR 471,9 Mio. Dies war vor allem auf einen
um 43,2% erhöhten, den Minderheiten zuzurechnenden Nettogewinn – vor allem durch eine
verbesserte Performance der österreichischen Sparkassen – zurückzuführen.
Der Zinsüberschuss erhöhte sich im Quartalsvergleich um 2,8% von EUR 1.323,6 Mio auf EUR
1.361,2 Mio, was auf stabile Margen in Österreich und auch in Zentral- und Osteuropa und
leicht erhöhte zinstragende Aktiva zurückzuführen war.
Der Provisionsüberschuss stieg im zweiten Quartal 2010 von EUR 471,5 Mio im ersten
Quartal um 4,7% auf EUR 493,5 Mio weiter an. Im Wesentlichen trugen Zuwächse im
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsgeschäft, und eine Verbesserung bei den Provisionen aus
dem CEE-Kreditgeschäft nach einem sehr schwachen ersten Quartal zu dieser Entwicklung
bei.
Nach einem starken Ergebnis im ersten Quartal 2010 verschlechterte sich das
Handelsergebnis um 30,0% von EUR 141,2 Mio auf EUR 98,8 Mio. Während sich die Einnahmen
aus dem Devisen- und Valutengeschäft auf EUR 68,8 Mio deutlich verbesserten, gingen jene
aus dem Wertpapier- und Derivativgeschäft im Quartalsvergleich um 69,8% auf EUR 30,0 Mio
zurück.
Der Verwaltungsaufwand sank im zweiten Quartal 2010 um 0,8% von EUR 953,1 Mio auf EUR
945,3 Mio. Dabei waren deutliche Rückgänge beim Sachaufwand (um 3,6% von EUR 313,8 Mio
auf EUR 302,6 Mio) insbesondere bei den CEE-Töchtern zu beobachten, welchen den Anstieg
bei den Abschreibungen um 4,1% von EUR 93,6 Mio auf EUR 97,4 Mio mehr als ausglichen.
Der Personalaufwand blieb mit EUR 545,3 Mio gegenüber dem Vorquartal nahezu unverändert.
Das Betriebsergebnis stieg im zweiten Quartal 2010 um 2,5% von EUR 983,2 Mio im ersten
Quartal auf EUR 1.008,2 Mio. Dies war das bislang beste operative Ergebnis in der
Geschichte der Erste Group.
Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich von 49,2% auf 48,4%. Die Risikovorsorgen im
Kreditgeschäft waren mit EUR 553,0 Mio, vor allem wegen höherer Dotierungen im
Grosskundengeschäft, um 4,1% höher als im ersten Quartal (EUR 531,2 Mio).
Der Saldo des sonstigen betrieblichen Erfolgs verschlechterte sich um 34,6% von EUR -
67,7 Mio im Vorquartal auf EUR -91,1 Mio. Im zweiten Quartal 2010 wurden EUR 30,0 Mio
für potenzielle Aufwendungen, wie z.B. die Bankensteuer in Ungarn rückgestellt.
Der Gesamtsaldo aus allen Kategorien von finanziellen Vermögenswerten entwickelte sich
negativ von EUR 17,8 Mio im ersten Quartal 2010 auf EUR -1,4 Mio im zweiten Quartal.
Hier konnten die gestiegenen Abwertungserfordernisse im FV-Bestand nicht durch die
Verkaufsgewinne bei Aktien und Staatsanleihen aus dem AfS-Bestand kompensiert werden.
Der Periodenüberschuss vor Steuern des fortzuführenden Geschäftsbereichs ging um 9,8% von
EUR 402,1 Mio im ersten Quartal auf EUR 362,7 Mio im zweiten Quartal 2010 zurück. Der
Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten sank um 15,1% von EUR 255,2 Mio im
ersten Quartal auf EUR 216,7 Mio im zweiten Quartal 2010.
Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich per 30. Juni 2010 um 24,9% von EUR 13,1
Mrd zum Jahresende 2009 auf EUR 16,4 Mrd. Dies war insbesondere auf die Ausweitung der
Repogeschäfte mit der tschechischen Nationalbank (EUR +3,5 Mrd) zurückzuführen.
Die Forderungen an Kunden stiegen von EUR 129,1 Mrd um 1,4% auf EUR 131,0 Mrd, wobei der
Anstieg im Wesentlichen aus Währungsveränderungen resultierte.
Der Stand der Risikovorsorgen erhöhte sich aufgrund von Neudotierungen infolge des
schwierigen Wirtschaftsumfeldes von EUR 5,0 Mrd auf EUR 5,8 Mrd. Das Verhältnis der Not
leidenden Kredite zu den Kundenforderungen stieg zum 30. Juni 2010 von 6,6% auf 7,3%. Im
Gegensatz dazu verbesserte sich die Deckung der Not leidenden Kredite durch
Risikovorsorgen weiter. Diese stieg von 57,2% zum Jahresende 2009 auf 59,7%.
Die Wertpapierveranlagungen in den verschiedenen Kategorien der finanziellen
Vermögenswerte sind seit dem Jahresende 2009 von EUR 34,3 Mrd um 5,9% auf EUR 36,3 Mrd
gestiegen. Dabei wurde der Rückgang um 3,3% im HtM-Portfolio auf EUR 14,4 Mrd durch
Zuwächse im FV- und AfS-Portfolio um 18,9% auf EUR 3,6 Mrd bzw. um 11,8% auf EUR 18,3
Mrd mehr als ausgeglichen.
Die Kundeneinlagen stiegen um 4,0% von EUR 112,0 Mrd auf EUR 116,6 Mrd und somit
deutlich stärker als die Kundenforderungen. Diese Entwicklung wurde vor allem durch
Zuwächse in Tschechien, und hier vor allem bei Einlagen des öffentlichen Sektors, sowie
durch die Währungsaufwertung getrieben. Das Kredit-Einlagen-Verhältnis verbesserte sich
zum 30. Juni 2010 auf 112,4% und lag somit unter jenem zum 31. Dezember 2009 (115,3%).
Die verbrieften Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht von EUR 29,6 Mrd um 0,8% auf EUR
29,8 Mrd. Die sonstigen Passiva stiegen um 17,5% auf EUR 13,5 Mrd, was hauptsächlich auf
höhere Abgrenzungen im Zusammenhang mit Vorauszahlungen zurückzuführen war.
Die risikogewichteten Aktiva (RWA) fielen zum 30. Juni 2010 auf EUR 104,9 Mrd (31.
Dezember 2009: EUR 106,4 Mrd). Die gesamten anrechenbaren Eigenmittel der Erste Group-
Kreditinstitutsgruppe nach BWG betrugen per 30. Juni 2010 beinahe unverändert EUR 15,8
Mrd. Die Deckungsquote, bezogen auf das gesetzliche Mindesterfordernis zu diesem
Stichtag (EUR 9,9 Mrd), lag bei 161% (Jahresende 2009: 159%). Das Kernkapital erreichte
nach Vornahme der im BWG festgelegten Abzugsposten EUR 11,7 Mrd (Jahresende
2009: EUR 11,5 Mrd).
Die Tier 1-Quote, bezogen auf das Kreditrisiko (Kernkapital nach Abzugsposten gemäss BWG
bezogen auf die Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko gemäss § 22 Abs. 2 BWG) erhöhte
sich auf 11,2% (Jahresende 2009: 10,8%). Unter Einbeziehung der Eigenmittelerfordernisse
für Markt- sowie operationales Risiko (Gesamtrisiko) stieg die Tier 1-Quote auf 9,6%
(Jahresende 2009: 9,2%), bei weiterer Bereinigung um das Hybridkapital verbesserte sich
die Core Tier 1-Quote zum 30. Juni 2010 auf 8,6% (Jahresende 2009: 8,3%).
Die Eigenmittelquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (gesamte Eigenmittel – in Prozent der
Bemessungsgrundlage für das Gesamtrisiko gemäss § 22 Abs. 1 BWG), lag per 30. Juni 2010
bei 12,9% (Jahresende 2009: 12,7%) und damit deutlich über dem gesetzlichen
Mindesterfordernis von 8,0%.
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