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Credit Suisse Group: Trotz schwieriger Bedingungen im Bankensektor ein gutes Ergebnis
Credit Suisse Group im zweiten Quartal 2010 mit Reingewinn von CHF 1,6 Mia.,
Eigenkapitalrendite von 17,8%, Netto-Neugeldern von CHF 14,5 Mia., Kernkapitalquote von
16,3%, Erstes Halbjahr 2010 mit Reingewinn von CHF 3,7 Mia., Eigenkapitalrendite von
20,1%, Netto-Neugeldern von CHF 40,5 Mia.
Gutes Gesamtergebnis im zweiten Quartal 2010 in einem anspruchsvollen Umfeld
- Anhaltend wachsende Marktanteile in allen Divisionen
Gutes Ergebnis im Private Banking
- Vorsteuergewinn von CHF 0,9 Mia., Nettoertrag von CHF 3,0 Mia.
- Hoher Netto-Neugeldzufluss von CHF 13,8 Mia., insbesondere im internationalen Geschäft
- Sehr gutes Ergebnis im Schweizer Firmenkundengeschäft (Corporate & Institutional
Clients) mit guten Netto-Neugeldzuflüssen und steigenden Marktanteilen
Gutes Ergebnis im Investment Banking
- Vorsteuergewinn von CHF 0,8 Mia., Nettoertrag von CHF 4,1 Mia.
- Nettoertrag beeinträchtigt durch volatile Märkte
- Rückgang der Erträge im Anleihengeschäft
- Sehr gutes Ergebnis im Aktienhandel aufgrund steigender Marktanteile
- Gutes Ergebnis im Emissions- und Beratungsgeschäft mit einer Steigerung der
Gebühreneinnahmen um 41% gegenüber dem zweiten Quartal 2009
- Weiterhin zurückhaltender Risikoeinsatz: leichter Rückgang der risikogewichteten
Aktiven auf USD 142 Mia. seit dem ersten Quartal 2010; Zunahme des durchschnittlichen
One-Day-Value-at-Risk (99%) in CHF um 13% gegenüber dem ersten Quartal 2010
Das Asset Management setzt seine Strategie weiter erfolgreich um
- Vermögenszuflüsse in den letzten vier Quartalen
- Netto-Neugelder von CHF 1,3 Mia. im zweiten Quartal 2010
- Vorsteuergewinn von CHF 22 Mio., Nettoertrag von CHF 0,5 Mia.
Zürich, 22. Juli 2010 Die Credit Suisse Group erzielte im zweiten Quartal 2010 einen
den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 1,6 Mia. und einen Nettoertrag
(Kernergebnis) von CHF 8,4 Mia. Die den Aktionären zurechenbare Eigenkapitalrendite
erreichte 17,8%. Der verwässerte Reingewinn pro Aktie belief sich auf CHF 1.15. Die BIZ-
Kernkapitalquote lag per Ende des zweiten Quartals 2010 bei 16,3%.
Brady W. Dougan, Chief Executive Officer, sagte: «Im zweiten Quartal 2010 haben wir
trotz schwieriger Bedingungen im Bankensektor ein gutes Ergebnis erzielt. Der anhaltend
hohe Netto-Neugeldzufluss im Private Banking und die wachsenden Marktanteile,
insbesondere im Investment Banking und im institutionellen Geschäft in der Schweiz,
unterstreichen unsere Marktstärke.»
Weiter sagte er: «Mit unserer starken Kapitalbasis und unserer hohen
Liquiditätsausstattung sind wir in einer sehr guten Ausgangslage, um neue Anforderungen
von Seiten der Regulatoren zu erfüllen. Wir leisten weiterhin einen aktiven Beitrag zur
Schaffung eines widerstandsfähigeren und stabileren Finanzsystems, indem wir Kunden in
einem schwierigen Marktumfeld unterstützen und einen offenen und konstruktiven Dialog
mit den Aufsichtsbehörden führen. Dabei setzen wir uns insbesondere für international
abgestimmte Regeln zur Bankenaufsicht ein.»
Abschliessend sagte Brady W. Dougan: «Trotz der anhaltenden Verunsicherung über die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben wir im ersten Halbjahr 2010 eine
Eigenkapitalrendite von 20% erwirtschaftet. Gleichzeitig haben wir unsere
Geschäftsfelder teilweise deutlich ausgebaut. Wir sind weiterhin überzeugt, dass wir die
richtige Strategie haben, die sich auch bei ungewissen und anspruchsvollen
Marktentwicklungen bewährt.»
Segmentsergebnisse
Private Banking
Das Private Banking mit dem global ausgerichteten Bereich Wealth Management Clients und
dem Bereich Corporate & Institutional Clients in der Schweiz verzeichnete im zweiten
Quartal 2010 ein gutes Ergebnis vor Steuern von CHF 874 Mio. Das entspricht einem
Rückgang um 7% gegenüber dem zweiten Quartal 2009. Dem stabilen Nettoertrag von CHF
2’991 Mio. stand ein um 9% höherer Geschäftsaufwand gegenüber. Das Private Banking
verzeichnete Netto-Neugelder von CHF 13,8 Mia. im zweiten Quartal 2010, wozu
insbesondere hohe Neugeldzuflüsse im internationalen Geschäft beitrugen.
Der Bereich Wealth Management Clients verzeichnete im zweiten Quartal 2010 ein Ergebnis
vor Steuern von CHF 633 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um 17% gegenüber dem zweiten
Quartal 2009. Der Nettoertrag blieb mit CHF 2’516 Mio. stabil. Die wiederkehrenden
Erträge erhöhten sich infolge höherer wiederkehrender Kommissions- und Gebührenerträge
sowie eines höheren Zinserfolgs.
Dem standen tiefere transaktionsabhängige Erträge gegenüber, insbesondere infolge der
deutlich tieferen Erträge aus integrierten Lösungen, verglichen mit einem sehr guten
Wert im zweiten Quartal 2009. Im zweiten Quartal 2010 lag die Bruttomarge auf den
verwalteten Vermögen bei 120 Basispunkten, was einem Rückgang um 15 Basispunkte
gegenüber dem zweiten Quartal 2009 entspricht. Grund dafür ist der Anstieg der
durchschnittlichen verwalteten Vermögen um 12,8%, bei gleichzeitig stabilem Nettoertrag.
Auf den Bereich Wealth Management Clients entfielen CHF 11,9 Mia. der Netto-Neugelder
des Private Banking, was einer annualisierten Zuwachsrate von 5,8% entspricht. CHF 10,3
Mia. stammen aus dem internationalen Geschäft, wozu hohe Neugeldzuflüsse in Emerging
Markets beitrugen.
Der Bereich Corporate & Institutional Clients verzeichnete im zweiten Quartal 2010 ein
Ergebnis vor Steuern von CHF 241 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 37% gegenüber
dem zweiten Quartal 2009. Diese ist insbesondere zurückzuführen auf den um 6% höheren
Nettoertrag von CHF 475 Mio. und die Auflösung von Rückstellungen für Kreditrisiken von
CHF 13 Mio. im zweiten Quartal 2010 gegenüber gebildeten Rückstellungen von CHF 59 Mio.
im zweiten Quartal 2009. Die Auflösungen von Kreditrückstellungen widerspiegeln die
Qualität des Kreditportfolios und die anhaltende Erholung der Schweizer Wirtschaft. Das
Ergebnis enthält geringere negative Marktwertanpassungen von CHF 1 Mio. im Zusammenhang
mit Clock Finance, einem synthetischen besicherten Kreditportfolio, verglichen mit
negativen Anpassungen von CHF 32 Mio. im zweiten Quartal 2009. Im zweiten Quartal 2010
baute der Bereich Corporate & Institutional Clients seine Marktanteile im
institutionellen Geschäft deutlich aus und verzeichnete einen guten Netto-Neugeldzufluss
von CHF 1,9 Mia.
Investment Banking
Das Investment Banking verfolgte auch im zweiten Quartal 2010 seine auf das
Kundengeschäft ausgerichtete, kapitaleffiziente Strategie und konnte bei den meisten
Produkten und in den meisten Regionen Marktanteile gewinnen. Das Ergebnis vor Steuern
belief sich auf CHF 784 Mio. verglichen mit CHF 1’655 Mio. im zweiten Quartal 2009. Der
Nettoertrag betrug CHF 4’099 Mio., was einem Rückgang um 32% gegenüber dem zweiten
Quartal 2009 entspricht. Dies ist insbesondere auf die geringeren Erträge im
Anleihengeschäft zurückzuführen. Dem standen sehr gute Erträge im Aktienhandel sowie im
Emissions- und Beratungsgeschäft gegenüber. Höhere Marktanteile kompensierten die
Auswirkungen der branchenweit rückläufigen Volumen bei Anleihen- und Aktienemissionen.
Zum Ergebnis im Anleihengeschäft trugen insbesondere gute Erträge aus dem Handel mit
verbrieften US-Privathypotheken sowie gute Erträge bei Zinsprodukten und im
Devisenhandel bei, dies trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds. Die Erträge im
Kreditgeschäft wurden infolge der schwierigen Marktbedingungen, unter anderem infolge
der Ausweitung der Kredit-Spannen, geschmälert. Die Erträge aus dem Emerging-Markets-
Handel und dem Firmenkreditgeschäft litten unter der zunehmenden Risikoaversion der
Kunden und der Ausweitung der Kredit-Spannen.
Der Ertrag aus dem Aktienhandel war trotz eines schwierigen Marktumfelds und der
verringerten Kundenaktivität sehr gut. Dazu trugen nachhaltig höhere Marktanteile in den
meisten Produktkategorien bei. Der Ertrag ging gegenüber dem sehr guten zweiten Quartal
2009 zurück, war aber leicht höher als im ersten Quartal 2010, was auf hohe Erträge bei
Cash Equities und Prime Services und gute Erträge im Derivatgeschäft zurückzuführen ist.
Das Ergebnis im Investment Banking enthält negative Marktwertanpassungen auf
Fremdkapital der Credit Suisse von CHF 62 Mio. im zweiten Quartal 2010 gegenüber CHF 269
Mio. im zweiten Quartal 2009.
Die Gewinnmarge vor Steuern lag bei 19,1% im zweiten Quartal 2010 gegenüber 27,5% im
zweiten Quartal 2009. Die Rendite auf dem durchschnittlich beanspruchten ökonomischen
Kapital vor Steuern lag bei 15,8% im zweiten Quartal 2010 gegenüber 32,2% im zweiten
Quartal 2009.
Der Geschäftsaufwand belief sich auf CHF 3’298 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um
20% gegenüber dem zweiten Quartal 2009.
Die risikogewichteten Aktiven von USD 142 Mia. gingen seit Ende des ersten Quartals 2010
leicht zurück. Das Investment Banking hat weiterhin Kapital aus Bereichen, aus denen es
sich zurückzieht, dem Ausbau des Kundengeschäfts zugewiesen. Der durchschnittliche One-
Day-Value-at-Risk (99%) stieg gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 13% auf CHF 117 Mio.
Asset Management
Das Asset Management erzielte im zweiten Quartal 2010 einen Vorsteuergewinn von CHF 22
Mio. gegenüber CHF 55 Mio. im zweiten Quartal 2009. Der Nettoertrag betrug CHF 502 Mio.,
was einer Zunahme um 16% gegenüber dem zweiten Quartal 2009 entspricht. Dazu trugen
unrealisierte Anlagegewinne von CHF 46 Mio. aus Private-Equity- und Kreditanlagen bei,
gegenüber einem Verlust von CHF 28 Mio. im zweiten Quartal 2009. Hinzu kamen Gewinne von
CHF 36 Mio. im Zusammenhang mit dem Verkauf der übrigen, aus eigenen Geldmarktfonds
zurückgekauften Wertschriften. Der Geschäftsaufwand stieg um 27% gegenüber dem zweiten
Quartal 2009 infolge eines höheren Personal-, Sach- und Kommissionsaufwands. Die Zunahme
des Personalaufwands geht hauptsächlich zurück auf höhere Kosten aus aufgeschobenen
Vergütungen aus Vorjahren sowie auf höhere Basissaläre. Dem gegenüber standen geringere
leistungsabhängige Vergütungen. Die Netto-Neugelder von CHF 1,3 Mia. umfassen CHF 1,1
Mia. aus alternativen Anlagen und CHF 0,2 Mia. aus traditionellen Anlagen, insbesondere
aus dem Schweizer Beratungsgeschäft.
Corporate Center
Das Ergebnis vor Steuern des Corporate Center belief sich auf CHF 126 Mio. Darin
enthalten sind insbesondere Fair-Value-Gewinne auf Fremdkapital der Credit Suisse von
CHF 922 Mio. sowie deutlich höhere Kosten, unter anderem CHF 447 Mio. Personalaufwand
aufgrund der britischen Steuer auf variable Vergütungen sowie Rückstellungen für
Rechtsstreitigkeiten von CHF 216 Mio. Die Credit Suisse verbuchte zudem eine
Steuergutschrift von CHF 522 Mio. infolge eines Zusammenschlusses von Rechtseinheiten.
Integriertes Geschäftsmodell
Die Erträge aus divisionsübergreifenden Aktivitäten erreichten CHF 1,2 Mia. im zweiten
Quartal 2010 gegenüber CHF 1,5 Mia. im zweiten Quartal 2009.
Kapital und Liquidität
Die Credit Suisse ist weiterhin sehr stark kapitalisiert. Die BIZ-Kernkapitalquote lag
bei 16,3% per Ende des zweiten Quartals 2010 gegenüber 15,5% per Ende des zweiten
Quartals 2009 und 16,4% per Ende des ersten Quartals 2010.
Die Credit Suisse verfügte bereits zu Beginn der Krise an den Kredit- und Finanzmärkten
über eine hohe Liquidität. Sie hat diese seither beibehalten und durch Refinanzierung
auf den Kapitalmärkten laufend verstärkt. Damit waren erhebliche zusätzliche Kosten
verbunden. Die Credit Suisse war somit gut positioniert, um die neuen Richtlinien der
Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) für das quantitative und qualitative
Liquiditätsmanagement umzusetzen, die seit Ende des zweiten Quartals 2010 gelten.
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Ueber Credit Suisse Group:
Die Credit Suisse Group ist ein weltweit führendes Finanzdienstleistungs-
Unternehmen, das Kunden in sämtlichen Finanzfragen berät, weltweit und rund
um die Uhr.
Die Credit Suisse blickt auf eine über 150 Jahre lange Geschichte zurück. In
dieser Zeit entwickelte sich die einstige Schweizer Investment Bank nach und
nach zu einer global tätigen, integrierten Universalbank.
Am 5. Juli 1856 gründete der herausragende Politiker, Wirtschaftsführer und
Pionier Alfred Escher die Schweizerische Kreditanstalt. Der ursprüngliche Zweck
der neuen Bank bestand darin, den Ausbau des Eisenbahnnetzes (z.B. die
Nordostbahn) und die Industrialisierung in der Schweiz zu finanzieren. Die
Gründung des Unternehmens war ein Riesenerfolg: Anfangs wurden Aktien in der
Höhe von 3 Millionen Franken ausgegeben, innerhalb von drei Tagen erreichen die
Zeichnungen jedoch einen Betrag von 218 Millionen Franken.
Die Erfolgsgeschichte setzte sich in den folgenden 152 Jahren fort - die Credit
Suisse entwickelte sich kontinuierlich zu einem weltweit führenden Anbieter in
der Finanzdienstleistungsbranche. Dies erfolgte einerseits durch ein starkes
organisches Wachstum und anderseits durch eine Reihe bedeutender Fusionen und
Akquisitionen. Dabei wurden verschiedenste Fachkenntnisse, Kulturen und
Philosophien miteinander vereinigt, um eine starke integrierte Bank zu schaffen.
Das Geschäftsmodell der Credit Suisse kombiniert die Expertise in den Bereichen
Private Banking, Investment Banking und Asset Management.
Private Banking
Die Credit Suisse bietet umfassende Beratung und eine breite Palette von
Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse von vermögenden Privatkunden weltweit
und von Privat- und Firmenkunden in der Schweiz zugeschnitten sind.
Investment Banking
Die Credit Suisse bietet Unternehmen, institutionellen Investoren und
staatlichen Körperschaften auf der ganzen Welt umfassende Investment Banking-
Dienstleistungen und Wertschriftenprodukte.
Asset Management
Die Credit Suisse bietet integrierte Anlagelösungen in allen Anlagekategorien,
von Aktien, Anleihen und gemischten Produkten bis zu alternativen Anlagen.
Pressekontakt:
Credi Suisse Group
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