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Swiss-Press Swiss-Press Heute ist der 04.09.2010 | 00:08 Swiss-Press
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UZH: Profitbasierte Entlöhnung für Manager ist kontraproduktiv (11.09.2008)
   
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UZH: Profitbasierte Entlöhnung für Manager ist kontraproduktiv

Eine höhere leistungsabhängige Entlöhnung des Top-Managements in Form von Aktien, Optionen oder Bonuszahlungen führt nicht zu einer höheren Unternehmensperformance. Wie Prof. Margit Osterloh und Katja Rost von der Universität Zürich in einer neuen Studie belegen, können sich solche Pay for Performance-Vergütungen sogar kontraproduktiv auf Leistungen auswirken, da sie die intrinsische Motivation verdrängen und zur Eigennutzmaximierung verleiten.

Angesichts der gegenwärtigen globalen Finanzmarktkrise und der Bilanzskandale fällt es 
immer schwerer, der These der Standardökonomie zu folgen, wonach erfolgsabhängige 
Vergütung zu mehr Leistungen führe. Prof. Margit Osterloh und Katja Rost haben deshalb 
untersucht, ob höhere variable Managementvergütungen die Unternehmensperformance 
tatsächlich steigern. Sie kombinierten die Resultate von 76 wissenschaftlichen Studien 
aus 123767 untersuchten Unternehmen und stellten fest: «Die Höhe des variablen CEO-
Einkommens erklärt die Unternehmensperformance nur zu 1,2 Prozent», fasst Katja Rost, 
Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Organisation und Technologie- und Innovationsmanagement, 
die Ergebnisse zusammen. Das heisst, das mittlerweile hohe Ausmass an Bonus-, Aktien- 
und Optionszahlungen an den CEO hat praktisch keinen Einfluss auf den wirtschaftlichen 
Erfolg eines Unternehmens. 

Unbedeutend für Unternehmensgewinn 
Um den fehlenden Zusammenhang zwischen Pay for Performance und Unternehmensperformance 
zu erklären, untersuchten die Wirtschaftswissenschaftlerinnen die zeitliche Entwicklung 
des Zusammenhangs zwischen variablen CEO-Löhnen und Unternehmensperformance. «Pay for 
Performance war nicht immer unwirksam», erklärt Katja Rost. «Vielmehr nahm die 
Wirksamkeit im Laufe der Jahre dramatisch ab.» Beispielsweise bewirkte 1950 ein CEO-
Bonus tatsächlich eine eindrückliche Steigerung des Unternehmensgewinns. Im Jahr 2007 
führt ein höherer CEO-Bonus hingegen zu einer leichten Senkung des Unternehmensgewinns. 
Extrapoliert man dieses Ergebnis, so würde der negative Zusammenhang im Jahr 2020 
deutlich zutage treten. Demnach steigt künftig mit dem Bonus sogar die 
Wahrscheinlichkeit für einen Rückgang der Unternehmensperformance. Der Zusammenhang 
zwischen Aktien- und Optionsplänen und Unternehmensperformance ist im Zeitverlauf 
konstant gering. Folglich war und ist es für die Unternehmensperformance unbedeutend, ob 
und wie viele Optionen und Aktien ein Unternehmen an seinen CEO vergibt, so das Fazit 
der beiden Wissenschaftlerinnen. 

Kontraproduktive Anreize 
Dennoch gilt Pay for Performance als Inbegriff einer fortschrittlichen 
Managementmethode. Solche Moden führten auf längere Sicht aber oft zu 
Dysfunktionalitäten, erklärt Margit Osterloh. Im Fall von Pay for Performance sind dies 
die Verdrängung der intrinsischen Motivation von Managern, kontraproduktive 
Verhaltensanreize (z. B. für Manipulationen und Verschleierung von Risiken) sowie 
negative Selektionseffekte, weil sich insbesondere eigennützige Manager von Unternehmen 
mit Pay for Performance angezogen fühlen. Als Folge werden zusätzliche 
Kontrollmassnahmen notwendig. «Die Vergangenheit zeigt allerdings, dass Moden trotz 
ihrer Dysfunktionalität zählebig sein können – so lange, bis die nächste Mode 
auftaucht», sagt Margit Osterloh. 

Im Internet recherchierbar unter:
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Ueber Universität Zürich:
Die Universität Zürich nimmt als grösste Universität eine herausragende Stellung 
in der Forschungs- und Bildungslandschaft des Landes ein. Sie ist höchsten 
internationalen Wissenschaftsstandards und verantwortungsvoller Reflexion 
verpflichtet.

Spitzenforschung mit Internationaler Ausstrahlung
Die Universität Zürich gehört als Mitglied der «League of European Research 
Universities» (LERU) zum Kreis der besten Europäischen Forschungsuniversitäten. 
International hervorragend und mit höchsten Auszeichnungen versehen ist sie in 
Klinischer Medizin, Immunologie, Genetik und in den Neurowissenschaften. Auf 
nationaler Ebene wurde sie «leading house» in fünf Forschungsschwerpunkten in 
den Bereichen Life Sciences, Finanzen sowie Geistes- und Sozialwissenschaften. 
Die Forschung an der Universität Zürich ist in allen Fachbereichen einem hohen 
Qualitätsniveau verpflichtet. 

Grösste Diversität im Studienangebot
Mit rund 100 Fächern verfügt die Universität Zürich schweizweit über die grösste 
Vielfalt im Studienangebot. Rund 24'000 Studierende, Tendenz steigend, 
profitieren in den Wirtschafts-, Rechts-, Geistes-, Sozial- und 
Naturwissenschaften, in Medizin, Veterinärmedizin und Theologie davon. Master-
Studierenden und Postdocs stehen neben dem attraktiven regulären Angebot 
spezialisierte Studiengänge, hervorragende Infrastruktur und zahlreiche 
Weiterbildungsmöglichkeiten offen. So kann die grösste Schweizer Universität von 
sich sagen, dass sie im nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten 
Nachwuchskräfte sehr gut positioniert ist.

Dienstleistungen im Interesse der Gesellschaft
Die Universität Zürich erbringt wissenschaftliche Dienstleistungen für die 
Wirtschaft und Gesellschaft des Kantons Zürich und der Schweiz. Sie lässt ihr 
Wissen auf vielfältige Art und Weise in die Praxis einfliessen – z. B. in zwölf 
Museen, vier Spitälern und in öffentlich zugänglichen Bibliotheken. Und sie gibt 
ihre Erkenntnisse zielgruppengerecht und abwechslungsreich an die interessierte 
Öffentlichkeit weiter – z. B. an Vorlesungsreihen und Podiumsdiskussionen. Die 
Universität Zürich fördert ausserdem den Wissenstransfer in die Wirtschaft und 
schafft mit Spin-offs und Partnerschaften attraktive Arbeitsplätze in 
zukunftsgerichteten Wirtschaftsbereichen.

Pressekontakt:
Uni Zürich


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