Stiftung für Konsumentenschutz: Neues Ticketangebot des öffentlichen Verkehrs öV


Stiftung für Konsumentenschutz

14.07.2017, Die Spartageskarte, welche die Branche des öffentlichen Verkehrs öV heute als attraktives Angebot anpreist, hat für die Reisenden zwei schwerwiegende Nachteile: Wer keinen Online-Zugang hat, ist vom Angebot ausgeschlossen. Und sie entspricht nicht dem Mobilitätsverhalten der heutigen Gesellschaft, da man sich möglichst einen Monat im Voraus festlegen muss, um einen vorteilhaften Preis zu erhalten. Mit der Abschaffung der 9-Uhr-Tageskarte fehlt zukünftig ein verlässliches Sparangebot.

Ob das Billettangebot mit der Spartageskarte tatsächlich für die Kunden vereinfacht wird, zweifelt der Konsumentenschutz an: Die 9-Uhr-Tageskarte ist zurzeit für alle erhältlich und der Preis bekannt und verlässlich.

Wie Sparbillette auf den Fernverkehrslinien ist auch das neue Angebot des öVs für die Kundinnen und Kunden intransparent und nur über Web und Mobile buchbar. Wer nicht über diesen Zugang verfügt, ist von dieser Sparmöglichkeit ausgeschlossen. Das trifft vor allem ältere Reisende.

Zudem widerspricht es dem Mobilitätsverhalten vieler (Freizeit-)Reisenden, die kurzfristig und je nach Wetter entscheiden, ob sie den Ausflug unternehmen wollen oder nicht. Die 9-Uhr-Karte war hingegen ein verlässliches und kalkulierbares Angebot, das auch am Schalter gelöst werden konnte und gerade für ältere Reisende attraktiv war.

Der Preis der Spartageskarte wird zudem intransparent – kann er bei Beginn noch bei 29 Franken liegen, ist offen, wann er über dem bisherigen Preis der 9-Uhr-Tageskarte von 58 Franken zu liegen kommt. Positiv am Angebot ist, dass es auch ohne Halbtax genutzt werden kann und Reisende tatsächlich die Chance haben, zu einer günstigen Tageskarte zu kommen. Zudem ist der Konsumentenschutz erfreut, dass es zu keinen generellen Billettpreis-Erhöhungen in diesem Jahr kommt und die Versprechen der SBB und der öffentlichen Branche umgesetzt werden.


Medienkontakt:
Josianne Walpen, Leiterin Mobilität, 031 370 24 23
Stiftung für Konsumentenschutz, Monbijoustrasse 61, Postfach, 3001 Bern
Telefon 031 370 24 24, Fax 031 372 00 27

Über Stiftung für Konsumentenschutz:
Die Stiftung für Konsumentenschutz vertritt ausschliesslich und unabhängig die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten und ist für alle relevanten Konsum- Themen zuständig.

Sie handelt gemäss ihren sozialen, ethischen und ökologischen Leitlinien.

Weder reiche Stiftung noch am Tropf von Staat oder Wirtschaft

Die Stiftung für Konsumentenschutz ist eine gemeinnützige Organisation, die den grössten Teil ihrer Mittel selbst erwirtschaftet. Der Beitrag des Bundes entspricht nur rund 15% des Jahresbudgets. Zusätzliche rund 25% erwirtschaftet die SKS über den Verkauf von Ratgebern und Broschüren, ihre Beratungstätigkeit und über Referate und Podien. Der Löwenanteil von rund 60% der jährlichen Einnahmen sind Beiträge von Gönnerinnen und Spendern.

Es handelt sich in den meisten Fällen um Klein- und Kleinstbeträge von besorgten, kritischen und verantwortungsbewussten Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz. Wir können auf rund 30'000 Unterstützerinnen und Unterstützer zählen. Und das ist gut so: Die SKS ist breit abgestützt, muss keine zweifelhaften Allianzen mit Wirtschaft und Parteien eingehen und bleibt damit glaubwürdig. Die SKS erwirtschaftet jährlich durchschnittlich rund 1,2 Mio. Franken.

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