Clariant Produkte AG: Clariant erzielt 2016 erneut einen deutlich verbesserten operativen Cashflow bei wachsendem Umsatz


Clariant Produkte (Schweiz) AG

16.02.2017, »Clariant hat ihren operativen Cashflow in 2016 erheblich verbessert und berichtet ein deutliches Umsatzwachstum sowie eine Steigerung der Profitabilität«, sagte CEO Hariolf Kottmann. »Unser guter Geschäftsverlauf wurde in erster Linie durch die kontinuierliche Verlagerung zu hochmargigen Spezialitäten, den Einfluss der differenzierten Geschäftssteuerung im Bereich Plastics & Coatings sowie durch gutes Kostenmanagement erreicht. Wir sind zuversichtlich, im Jahr 2017 trotz der weiterhin herausfordernden Wirtschaftslage unsere Ziele zu erreichen, d.h. ein Wachstum in Lokalwährungen, eine Verbesserung des operativen Cashflows, des absoluten EBITDA sowie der EBITDA-Marge vor Einmaleffekten.«

Clariant, ein weltweit führendes Spezialchemieunternehmen, hat heute für das Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von CHF 5,847 Mrd. bekanntgegeben. Im Vergleichszeitraum 2015 betrug das Ergebnis CHF 5,807 Mrd. Dies entspricht einem Wachstum in Höhe von 2 % in Lokalwährungen, das auf höhere Volumen zurückzuführen ist.

Am stärksten fiel das Wachstum in Lokalwährung im Gesamtjahr mit 4 % in Asien und in der Region Mittlerer Osten und Afrika aus. In Asien wurde das starke Wachstum in erster Linie von China und Indien unterstützt. In Nordamerika und Europa belief sich das Umsatzwachstum auf 2 %. In Lateinamerika erreichte das Wachstum ein Niveau von 1 %.

Die verbesserte Umsatzentwicklung für das Gesamtjahr ist auf das starke Wachstum bei Care Chemicals und Plastics & Coatings zurückzuführen. Bei Care Chemicals stieg der Umsatz in Lokalwährung um 5 % auf CHF 1,465 Mio. Bei Plastics & Coatings verbesserte sich der Umsatz in Lokalwährung um 4 % auf CHF 2,525 Mio. Die gute Umsatzentwicklung bei Plastics & Coatings war in allen Regionen zu verzeichnen.

Der Umsatz im Bereich Natural Resources wuchs trotz der schwierigen Marktlage um 2 % in Lokalwährung auf CHF 1,184 Mio. Das Oil und Mining Services Geschäft verzeichnete einen Rückgang, der jedoch durch die getätigten Akquisitionen und das anhaltende Wachstum im Bereich Functional Minerals ausgeglichen wurde. Der Umsatz von Catalysis ging aufgrund von Portfolio-Mix-Effekten und einer schwächeren Nachfrage in Asien und Nordamerika um 8 % in Lokalwährung zurück und erreichte ein Niveau von CHF 673 Mio.

Das EBITDA vor Einmaleffekten stieg um 4 % in Schweizer Franken und erreichte CHF 887 Mio. Im Vorjahr waren CHF 853 Mio. berichtet worden. Die Profitabilitätssteigerung wurde maßgeblich von Care Chemicals und Plastics & Coatings getragen.

Die entsprechende EBITDA-Marge vor Einmaleffekten lag mit 15,2 % deutlich über dem Vorjahresniveau von 14,7 %, was hauptsächlich auf einen starken Anstieg bei Plastics & Coatings zurückzuführen ist. Die Margen bei Care Chemicals und Natural Resources zeigten sich stabil; beide lieferten Ergebnisse am oberen Ende ihrer jeweiligen Margenvorgabe ab. Catalysis blieb wie erwartet unter dem Vorjahresniveau, was in erster Linie auf die schwächere Nachfrage in Asien und Nordamerika zurückzuführen ist.

Das Nettoergebnis stieg von CHF 227 Mio. im Vorjahr auf CHF 263 Mio. Der im Jahresvergleich erreichte Anstieg von 16 % geht auf den weiteren Ausbau des absoluten EBITDA, geringere Finanzkosten und auf eine Verbesserung der Steuerrate zurück.

Der operative Cashflow verbesserte sich massgeblich um 29 % auf CHF 646 Mio. gegenüber CHF 502 Mio. im Vorjahr. Diese Verbesserung lässt sich in erster Linie auf einen höheren Gewinn, geringere Mittelabflüsse für Einmaleffekte und niedrigere Ertragssteuerzahlungen zurückführen.

Aufgrund der arrondierenden Akquisitionen im Jahr 2016 betrug die Nettoverschuldung CHF 1,540 Mrd. im Vergleich zu CHF 1,312 Mrd., die Ende 2015 berichtet worden waren.

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage konnte Clariant das Ergebnis weiter verbessern, sodass der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Dividende von CHF 0,45 je Aktie vorschlagen wird. Dies bedeutet eine Steigerung von 12,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausschüttung soll aus den Kapitaleinlage-Reserven erfolgen, die nicht der schweizerischen Quellensteuer unterliegen.

Viertes Quartal 2016 – weitere Verbesserung der Profitabilität

Im vierten Quartal 2016 stiegen die Umsätze in Lokalwährungen um 3 % auf CHF 1,548 Mrd. Bereinigt um den Effekt der Akquisitionen im Oil und Mining Services Geschäft zeigte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Nach Regionen betrachtet, legte der Umsatz in Europa aufgrund von Volumenanstiegen um 6 % zu. In der Region Mittlerer Osten und Afrika stieg der Umsatz um 7 % in Lokalwährung. Asien wuchs um 4 % in Lokalwährung, wobei sich China weiter verbesserte. Lateinamerika berichtet einen Rückgang von 17 %, der in erster Linie auf eine abgeschwächte Nachfrage in Brasilien zurückgeht. Nordamerika dagegen wuchs infolge der arrondierenden Akquisitionen um 14 % in Lokalwährung.

Care Chemicals meldete einen Umsatz von CHF 378 Mio. bei einem Umsatzwachstum von 5 % in Lokalwährungen. Bei Plastics & Coatings stieg der Umsatz in Lokalwährungen um 3 % auf CHF 594 Mio. mit einer starken Umsatzentwicklung in allen drei Geschäftseinheiten Masterbatches, Pigments und Additives. Der Umsatz bei Natural Resources erreichte CHF 345 Mio. und damit einen Anstieg von 7 % in Lokalwährung. Dieses Wachstum war getrieben durch Functional Minerals und Akquisitionen im Oil und Mining Services Geschäft. Bei Catalysis lag der Umsatz in Lokalwährungen bei CHF 231 Mio. und damit 6 % unter dem vergleichsweise hohen Vorjahresniveau.

Das EBITDA vor Einmaleffekten stieg getrieben durch die differenzierte Geschäftssteuerung bei Plastics & Coatings um 3 % in Schweizer Franken auf CHF 235 Mio. In der Folge erhöhte sich die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten im vierten Quartal auf 15,2 %.

Ausblick 2017 – Anhaltend positive Entwicklung von Profitabilität und Generierung von operativem Cashflow
Clariant erwartet weiterhin ein schwieriges Geschäftsumfeld, das von einer hohen Volatilität der Rohstoffpreise, starken Währungsschwankungen und politischen Unwägbarkeiten geprägt sein dürfte. Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaftslage in den Schwellenländern weiterhin schwierig bleibt und Schwankungen unterworfen sein wird. In den USA rechnen wir mit einem moderaten Wachstum, während das Wachstum in Europa voraussichtlich stabil bleiben wird.

Trotz der auch weiterhin herausfordernden Wirtschaftslage ist Clariant zuversichtlich, dass sie 2017 Wachstum in Lokalwährung sowie eine Verbesserung des operativen Cashflows, des absoluten EBITDA und der EBITDA-Marge vor Einmaleffekten erzielen wird.

Clariant bestätigt ihr mittelfristiges Ziel, eine Position in der Spitzengruppe der Spezialchemie-Branche zu erreichen. Dies geht mit einer EBITDA-Marge vor Einmaleffekten zwischen 16 % und 19 % und einer Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) über dem Durchschnitt der Peer-Gruppe einher.


Medienkontakt:
Jochen Dubiel
Clariant International Ltd
+41 61 469 63 63
jochen.dubiel@clariant.com

Über Clariant Produkte (Schweiz) AG:
Die Clariant (Schweiz) AG ist ein schweizerisches Unternehmen. Ihr Domizil ist das Clariant Werk Muttenz (Kanton Basel-Landschaft), wo sich auch der Hauptsitz des Konzerns und mehrerer Divisionen befindet. Sie produziert nicht nur auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Farbstoff- und Chemikalien-Spezialitäten, sondern bietet den Konzerngesellschaften und den Kunden eine Reihe besonderer Dienstleistungen in den Bereichen Verfahrensentwicklung, Chemie-Engineering, Qualitätsprüfung, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik und internationale Transportorganisation an.

Die Clariant AG entstand anlässlich der Verselbständigung der Division Chemikalien von Sandoz mittels Börsengang im Sommer 1995. 1997 übernahm die Clariant AG das Geschäft mit Spezialchemikalien von Hoechst, 1999 dasjenige von BTP. Der Konzern ist weltweit tätig und operiert mit über 100 Gesellschaften in fünf Kontinenten. Das Werk Muttenz ist der Sitz der Konzernleitung und mehrerer Divisionen.

Die Clariant (Schweiz) AG hat ihre Anlagen ständig modernisiert und erweitert. Auch die Dienstleistungen für Konzerngesellschaften und Kunden sind bedeutend ausgebaut worden. Das Werk Muttenz darf heute als Kompetenzzentrum für Verfahrensentwicklung und Engineering betrachtet werden.

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